Der Milchaufschäumer-Moment: Wenn Gadgets und KI zur Umweltsünde werden

Hinter mir liegt eine interessante Woche, die sich ganz anders entwickelt hat als geplant. Zu Beginn wollte ich meinen Newsletter mit einer Vorschau auf die DMEXCO beginnen und einmal von den klassischen Themen abweichen. Dann spülte Instagram mir Werbung für ein Thermomix-Gadget in den Feed: Einen Milchaufschäumer für den Thermomix.

Für mich persönlich völlig irrelevant, da ich in der Regel Tee trinke und falls doch Kaffee, dann schwarz und ohne Milchprodukte. Ich vergaß den Milchaufschäumer kurz und kam trotzdem nicht zu meinem Newsletter.

Einen DMEXCO-Recap muss ich auch nicht schreiben, denn das hat Sabine Raffel auf LinkedIn bereits hervorragend erledigt. Blick also nach vorne – und da fällt mir wieder der Milchaufschäumer ein.

Gleichzeitig sehe ich bei Jannette Flores einen Beitrag zu den Fähigkeiten von Nano Banana, kombiniert mit einem dieser KI-generierten Bildchen, deren inhaltlicher Mehrwert gegen Null strebt. Besonders wenn man bedenkt, dass dafür Ressourcen verschwendet wurden, die unseren Planeten einen Schritt weiter Richtung Klimakollaps führen. Wobei – andere Komponenten politischer Natur haben natürlich einen viel größeren Einfluss, somit sind diese lustigen Bildchen (von denen ich mich auch nicht freispreche) auf Einzelebene betrachtet verzeihbar.

Was Milchaufschäumer und KI-Bildchen gemeinsam haben: Wir brauchen sie nicht

Ein Milchaufschäumer wie von Wundermix GmbH für den Thermomix ist reine Energieverschwendung. Wie viel Milch müsste man aufschäumen, damit sich ein Einklang zur Energie bei der Herstellung des Schaums ergibt – und noch schlimmer: bei der Reinigung? Von den Ressourcen bei der Herstellung ganz zu schweigen.

#greenprompting gibt es bereits als Aufruf, bei der KI-Nutzung ein Auge darauf zu haben, was man erreichen möchte und mit welchen Mitteln. Aber was ist mit #greenthermo? Vielleicht braucht die Thermomix-Community auch einmal einen Ruck und die Überlegung, ob man wirklich alles mit dem Thermomix machen muss, nur weil es geht.

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Die Parallele wird deutlich: Beide können echte Umweltverschmutzer sein

Wir verwenden den Thermomix als überdimensionierten Milchaufschäumer und mit der KI vermüllen wir die digitale Welt mit überflüssigen Bildchen, unfertigen Coderesten und LinkedIn-KI-Texten, die niemand mehr lesen will. Dieser Müll schwimmt durch das Internet wie Plastikmüll auf den Weltmeeren.

Lesestoff: Die Shortlist des Deutschen Buchpreises

Damit will ich es für diese Woche bewenden lassen. Zum Lesestoff: Schaut euch die Shortlist des Deutschen Buchpreises an – da ist einiges dabei, was sich lohnt.

Falls euch weitere Beispiele dieser unsinnigen Gadget-KI-Parallelwelt einfallen, tragt sie gerne in die Kommentare ein.

Euer #digitalpaddy

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Artikel Kategorie Tag Konzept Plattform Verwandter Artikel Semantisch verwandt (KI)

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🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen

Der Einsatz von KI zur Generierung inhaltlich wertloser Bilder und Texte verursacht unnötigen Ressourcenverbrauch und trägt zur digitalen Vermüllung bei, ähnlich wie Plastikmüll in den Weltmeeren.

gilt  ·  seit 22.09.2025

Gadgets wie der Milchaufschäumer der Wundermix GmbH für den Thermomix sind Umweltverschwendung, weil der Energieaufwand für Herstellung, Nutzung und Reinigung in keinem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen steht.

gilt  ·  seit 22.09.2025

Die Thermomix-Community sollte nach dem Vorbild von #greenprompting eine bewusste Reflexion entwickeln, ob der Einsatz des Geräts für jeden möglichen Zweck tatsächlich sinnvoll ist.

gilt  ·  seit 22.09.2025

Jede These ist ein Knoten im Kontext-Graphen von meiersworld.de: mit Gültigkeit, Belegen und Nachfolger, falls sie revidiert wurde.