Unfamiliar: Endlich deutsche Serienkunst, die mithalten kann

Unfamiliar erfindet das Agentengenre nicht neu – aber die Serie überzeugt mit starken Schauspielern, glaubwürdigen Figuren jenseits der 50 und einer Mischung aus Thriller-Spannung und Familiendrama, die man deutschen Produktionen viel zu selten zutraut erfindet das Agentengenre nicht neu – aber die Serie überzeugt mit starken Schauspielern, glaubwürdigen Figuren jenseits der 50 und einer Mischung aus Thriller-Spannung und Familiendrama, die man deutschen Produktionen viel zu selten zutraut

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Likes gegen Wein: Warum die Sobersociety nur eine neue Form der Einsamkeit ist

Ein Mann in weißem Hemd sitzt allein an einem runden Tisch mit einem Glas Rotwein, während im Hintergrund eine Gruppe farbenfroh gekleideter Menschen in einer geometrisch abstrakten, urbanen Umgebung steht. Das Gemälde symbolisiert Einsamkeit und gesellschaftliche Distanz trotz scheinbarer Nähe – eine visuelle Metapher für den Wandel von traditioneller Geselligkeit zu moderner Isolation.

Der traditionelle Stammtisch stirbt – nicht durch mangelndes Interesse an Gemeinschaft, sondern durch den Wandel der GenZ: Alkoholkritik und Selbstoptimierung verwandeln gesellige Runden in nüchterne Gesundheitszirkel. Doch während die ‚Sobersociety‘ sich in Likes und kuratierten Instafeeds sonnt, bleibt der einsame Trinker zurück: ein Hemingway’sches Relikt, das die Frage aufwirft, wer wirklich allein ist. Vielleicht ist ein Glas Wein in Stille mehr wert als der Datenrausch der Bubble.

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Autor, willst du ewig leben? – Über den letzten Roman und die Zukunft der Literatur

**Alt-Text für das Bild:** „Zwei Gehirne – zwei literarische Universen – sind durch ein Kabel verbunden und speisen gemeinsam Buchstaben in ein offenes, leeres Buch ein. Symbolisch für die Entstehung des *letzten Romans*: eine hybride, synthetische Autorenschaft, die aus der Verschmelzung zweier Köpfe etwas völlig Neues schafft – endlich, einzigartig und mit eingebautem Ablaufdatum.“

Was, wenn zwei Autoren – bei vollem Bewusstsein, zu Lebzeiten, mit ausdrücklicher Zustimmung – ihre gesamten Werke in ein Sprachmodell werfen? Was, wenn daraus etwas entsteht, das keiner von beiden je geschrieben hat? Etwas, das keiner von beiden allein hätte schreiben können? Kein Ghostwriter. Kein Epigone. Sondern ein neuer Autor. Synthetisch, hybrid, endlich.

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KI und Kreativität: Warum mehr Menschen ans Schreiben kommen werden

Ein minimalistischer Schreibtisch mit einer klassischen mechanischen Schreibmaschine (links) und einem modernen Laptop (rechts), dazwischen ein Stapel bedruckter Manuskriptseiten. Im Hintergrund eine weiße Wand mit farbigen geometrischen Flächen in Rot, Gelb, Grün und Rosa. Das Bild symbolisiert den Übergang von traditionellem zu digitalem Schreiben

KI wird nicht den Buchmarkt zerstören – sie wird ihn bereichern. Indem sie Menschen mit Ideen, aber ohne Zeit oder Mut, endlich ans Schreiben bringt. Als geduldiger Partner, der Feedback gibt, Blockaden löst und Geschichten zugänglich macht

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Faszinierend: Wie Robin Wright in The Girlfriend Macht und Wahnsinn vereint

„Kontrast zwischen dem Originaltitel ‚The Girlfriend‘ und dem deutschen Titel ‚Das Gift der Seele‘ auf einer Ausstellungstafel in einer Galerie – eine visuelle Kritik an der Titelwahl.“

Robin Wright spielt Laura Sanderson, eine erfolgreiche Galeristin, deren Leben ins Wanken gerät, als ihr Sohn seine neue Freundin mit nach Hause bringt. Die Serie besticht durch ständige Perspektivwechsel und zeigt ein faszinierendes Duell zwischen Wright und Olivia Cooke.

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KI, Thermomix und Lesestoff: Der Küchenzuruf – Oder warum niemand liest, was du schreibst

Ein Mann steht allein in einer aufgeräumten Küche vor dem Herd und blickt überrascht in die Kamera, über seinem Kopf eine Sprechblase mit der Frage „Wer bringt den Müll raus?“ – ein typischer küchenzuruf, der den stillen Alltagskonflikt humorvoll auf den Punkt bringt.

Die meisten Texte scheitern nicht an schlechter Sprache, sondern daran, dass niemand versteht, was der Autor eigentlich sagen will. Das gilt besonders für KI-generierte Inhalte und LinkedIn-Posts. Der Küchenzuruf – die Kernaussage, die so klar ist, dass man sie jemandem in der Küche zurufen könnte – ist das entscheidende Qualitätskriterium.

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Burnout im KI-Zeitalter – Wenn Technologie kreative Chancen raubt statt sie zu befördern

Eine surrealistische Malerei im Stil der Neuen Sachlichkeit. Eine Frau sitzt in einem kargen, grau-weißen Büro an einem Schreibtisch und blickt mit geschlossenen Augen und leicht erhobenem Kinn erschöpft oder meditativ nach oben. Auf ihrem Computermonitor ist das Bild eines Mannes in fast identischer Pose zu sehen, der ebenfalls mit zurückgelehntem Kopf vor seinem Computer sitzt, was eine endlose visuelle Schleife (Droste-Effekt) suggeriert. Das gesamte Bild ist von einem markanten, schwarzen, eckigen Rahmen aus Linien eingefasst, die an Schaltkreise oder abstrakte Begrenzungen erinnern. Die Farbpalette ist gedämpft und kühl, dominiert von Grau- und Blautönen mit kleinen roten Akzenten im Hintergrund.

Die Maschine verspricht Kreativität, aber sie kann sie nicht liefern. Sie verstärkt nur, was bereits da ist. Wer nie gelernt hat, mit Unsicherheit, Scheitern und Haltung umzugehen, wird durch KI nicht zum Künstler – sondern brennt aus, weil die Technologie mehr verspricht, als der Nutzer einbringen kann.

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Problematic Advertising: Die eierlegende Wollmilchsau der Mediaplanung

Stillleben auf einem Holztisch: Eine klare Ouzo-Flasche mit blau-weißem Etikett steht links. Daneben drei Gläser – eines mit klarem Ouzo, eines mit milchig getrübtem Ouzo nach Wasserzugabe und eines vollständig weiß. Vor den Gläsern liegen ein kleines Notizbuch mit Stift und eine blaue Polizeimütze. Rechts steht ein Glas in einem blauen Drahtkorb. Der dunkle Hintergrund zeigt abstrakte geometrische Formen.

In der DSP liegt die Zielgruppe klar vor einem in der Excel-Liste. Im Reporting erscheint sie wie Ouzo nach Wasser: milchig trüb – von ‚Ich bin die Lösung‘ zu ‚Jetzt hast du ein Problem‘. Die Infrastruktur des Wohlfühlens verwandelt Mediamoney in Servicefees, während Brand Safety als Puffer zwischen ‚schlecht geplant‘ und ‚trotzdem ausgeliefert‘ dient.

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KI, Thermomix und Lesestoff: Deepfakes, Demografie und Dampfgaren – Warum wir das Alter nicht wegfiltern können

Ältere Hände rühren in einer Schüssel mit Teig in einer modernen Küche, während im Hintergrund ein Thermomix mit digitalem Display steht. Auf dem Küchentisch liegt das Buch ‚ASADO BBQ mit der PoloFamily – pure & authentic‘, daneben ein Smartphone mit einem KI-Avatar. Das Bild symbolisiert den Kontrast zwischen analoger Tradition (Asado, Handarbeit) und digitaler Moderne (KI, Küchentechnologie).

Während Influencer mit KI-Avataren ihre digitale Unsterblichkeit inszenieren, ignorieren sie die kaufkräftigste Zielgruppe: die Generation 50+. Die ‚Silver Economy‘ wächst rasant – doch das Marketing bleibt im Jugendwahn gefangen. Der Thermomix zeigt, wie Technologie Generationen verbindet: als Werkzeug für echten Mehrwert, nicht für digitale Illusionen.

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Influencer in der Filterblase: Warum niemand über das Altwerden spricht – und warum KI-Avatare das Game ändern

**Alt-Text:** Illustration im Bauhaus-Comicstil: Ein älterer Mann steht frontal und symmetrisch vor einem modernen, geometrischen Gebäude mit Säulen. Er trägt helle Sommerkleidung, Kappe und Sonnenbrille, hält ein Smartphone in der linken Hand und stützt sich mit der rechten auf einen goldfarbenen Rollator. Klare Konturen, flächige Formen und helle Blau- und Goldtöne prägen die sachliche, stilisierte Szene.

Influencer sind jung und fit – doch die Gesellschaft wird älter und kränker. Während die einen mit Filtern und Gadgets die Realität aussperren, steht die Frage im Raum: Was passiert, wenn Influencer selbst altern? Werden sie zu Beratern, verschwinden sie – oder leben sie ewig als KI-Avatare weiter? Die KI-Revolution stellt nicht nur die Zukunft der Influencer infrage, sondern auch die Glaubwürdigkeit einer ganzen Branche

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