Das Traumschiff – Neujahrs-Desaster auf hoher See und im Safaripark

Digitale Illustration im Stil der Neuen Sachlichkeit und des Bauhaus: Ein modernes Kreuzfahrtschiff mit rot-weißen Schornsteinen und blau-weißem Rumpf fährt durch türkisfarbenes Wasser. Am Bug prangt das rote ZDF-Logo. Auf dem Deck stehen zwei stilisierte Figuren mit dem Rücken zum Betrachter: links eine Person in blauem Overall, rechts ein Kapitän in weißer Uniform mit Schirmmütze, beide in geometrisch reduzierten Formen dargestellt. Die Hintergrundlandschaft ist zweigeteilt: Links erheben sich schneebedeckte alpine Berggipfel in Weiß- und Grautönen mit scharfen, dreieckigen Konturen. Rechts erstreckt sich eine goldgelb-orangene afrikanische Savanne mit Sanddünen, einer charakteristischen Schirmakazie und Silhouetten von Elefanten und Giraffen. Drei weiße Möwen in V-Form schweben am hellblauen Himmel. Die Komposition ist streng horizontal gegliedert, die Farbpalette auf Primärfarben und Erdtöne reduziert. Am unteren Bildrand steht in schwarzer Schrift: "Neujahr 2025 – Richtung Südafrika". Die sachliche, fast technische Darstellung betont die geografische Absurdität der Szenerie ironisch.

Das Traumschiff bot am Neujahrsabend eine Folge, die auf dünnem Eis glitt – im wahrsten Sinne des Wortes. Während Kapitän Flori mit Valentina Pahde plauderte, zogen schneebedeckte Berge am Vergnügungsdampfer vorbei. Besonders problematisch: Die slapstickhafte Darstellung von Menschen mit suizidalen Absichten und weitere Lowlevel-Highlights wie inzestuöse Anspielungen und ein defektes Flugzeug aus dem Ersten Weltkrieg.

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Das KE-Siegel: Scheinautorität im Zeitalter der Künstlichen Experten

Comichaftes Qualitätssiegel im Pop-Art-Stil. Glänzendes silbernes Siegel mit gezacktem Rand, Aufschrift "KE - Künstlicher Experte". Reißerischer Hintergrund mit Neon-Gelb und Electric-Pink Starburst-Effekt. Satirische Zertifizierung "100% promptgesteuert".

Wir haben ein neues Phänomen, und es breitet sich schneller aus als jeder Algorithmus es vorhersagen könnte: die Künstlichen Experten. Kurz: KE. Das Prinzip ist bestechend einfach. Man nimmt eine ungefähre Vorstellung davon, wofür man gerne Experte sein möchte, füttert ChatGPT oder Claude mit dieser Wunschexpertise, lässt sich einen Post generieren, der nach tiefem Wissen klingt, und postet ihn mit der Selbstsicherheit eines Investmentbankers.

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Weihnachten zwischen Ritualen, Resten und roten Nasen – Ein Griff ins Archiv der Routine Rebellen

Weihnachten ist dieses merkwürdige Gefühl zwischen Vertrautheit und leichter Verzweiflung. Es gibt keine universelle Formel, keinen perfekten Ablauf. Jeder hat seine eigenen Rituale: Kirchgang, Weihnachtsgans oder das Glöckchen, das das Christkind ankündigt. Doch zwischen Termindruck, Geschenkestress und Familienkonflikten wird schnell klar: Perfektion ist eine Illusion. Die besten Feste sind die, bei denen man sich erlaubt, unperfekt zu sein – bei denen man das dritte Festessen absagt, die Deko von letztem Jahr nimmt und stattdessen einfach bei den Menschen ist, die einem wichtig sind.

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Karl

Eine hyperrealistische, vertikale Aufnahme bei Nacht, die den starken Kontrast zwischen Arm und Reich zeigt. Im Vordergrund steht ein Mann in abgenutzter Kleidung draußen im Schneetreiben. Er presst seine Hand und sein Gesicht gegen die riesige Glasfassade eines modernen Luxus-Penthouses. Sein Atem kondensiert am Glas, und von seiner Handfläche gehen deutliche Risse in der Scheibe aus. Im warm erleuchteten Innenraum feiert eine Gruppe elegant gekleideter Menschen ausgelassen mit Champagner und Austern. Eine Frau hält ein Smartphone hoch, um ein Selfie zu machen, wobei die Gruppe den Mann draußen nicht wahrzunehmen scheint. Die Lichter der Stadt spiegeln sich in der nassen, gesprungenen Scheibe.

Während draußen in der Kälte Menschen erfroren, saßen andere bei wohligen zwanzig Grad und posteten Bilder ihres Überflusses. Die Scheiben ihrer Paläste würden bald platzen

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Lieber unter Putin als Wehrdienst?

Ein Bilder Moskauer Zarenkanone im Kreml

Wer glaubt, Russland funktioniere wie Deutschland mit Behörden, Formularen und netten Fragen zur Kriegsbeteiligung, verkennt die Realität eines Systems, das keine Widersprüche duldet – weder moralisch noch juristisch.

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Eine Liebeserklärung an die heilsame Ignoranz des gebührenfinanzierten Fernsehens

Während draußen Bomben fallen, zeigt das öffentlich-rechtliche Fernsehen rhythmische Sportgymnastik von 1997 – und das ist vielleicht genau richtig so. Denn wer braucht schon aktuelle Nachrichten, wenn man stattdessen Dr. Stefan Frank und das Traumschiff haben kann? Eine Liebeserklärung an die heilsame Ignoranz des Mainstream-Fernsehens.

Während draußen Bomben fallen, zeigt das öffentlich-rechtliche Fernsehen rhythmische Sportgymnastik von 1997 – und das ist vielleicht genau richtig so. Denn wer braucht schon aktuelle Nachrichten, wenn man stattdessen Dr. Stefan Frank und das Traumschiff haben kann? Eine Liebeserklärung an die heilsame Ignoranz des Mainstream-Fernsehens.

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Digitale Nomaden: Parasiten oder Pioniere? Ein differenzierter Blick.

„In Deutschland sei alles schlecht und auf Bali alles viel besser.“ So prahlte neulich ein digitaler Nomade auf LinkedIn. Ich konnte nicht anders, als nachzuhaken: Wie steht es denn mit der öffentlichen Gesundheitsversorgung? Wie lange braucht auf Bali eigentlich ein Krankenwagen? Für mich wirkte der Mann wie ein klassischer Sozialschmarotzer, der mit westlichem Einkommen besser […]

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Weinkönigin als Schimpfwort? Ihr habt keine Ahnung.

Nun ist die Bundestagspräsidentin eine ehemalige Weinkönigin und vielen fällt nicht mehr ein, als sie abfällig als Weinkönigin zu betitulieren, weil sie ihnen nicht in den Kram passt. Weil sie bei der Kanzlerwahl modern, chic und nicht hosenanzügig das Parlament geleitet hat.

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Ein Ausflug in das Berlin des Jahres 2013

Berlin ist wirklich nicht so spießig wie Frankfurt oder München, dafür irgendwie hässlicher, offener und eben manchmal wahnsinnig obszön. Die Stadt hat wunderbare Dinge zu bieten, die Museumsinsel ist ein Traum und auch viele andere Punkte in der Stadt sind toll. Wer einmal am Landwehrkanal an einem Sommerabend bei guten Gesprächen die Zeit vergessen hat, oder in Mitte ein Glas Wein genossen hat und dabei der Stadt zugesehen hat, der weiß viellicht was ich meine.

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