Vier Nasen tanken Riesling – Hochheimer Hölle und himmlische Stürmer am Main

meiersworld.de herr meier, frankfurt und die weinwelt

Home Impressum Alte Texte Traumhaftes Frankfurt am Main Über Subscribe to RSS

// // du liest

herr meier und der wein

Vier Nasen tanken Riesling – Hochheimer Hölle und himmlische Stürmer am Main

By admin ⋅ 14. Juli 2013 ⋅ Post a comment

Filed Under  altstadt, hochheim, rheingau, riesling, weinfest, weissherbst

„A good Hock keeps off the Doc“ so sagte es bereits Queen Victoria, und meinte damit die Rheingauer Tropfen aus Hochheim. Für viele ist es immer wieder eine Überraschung, dass die kleine Stadt am Untermain bereits zum Anbaugebiet Rheingau gehört. Während mancher Besucher des Rheingau von Robert Weils Weinen schwärmt, weil sich die Weils eben sehr gut zu inszenieren verstehen, sind die Weine aus den Lagen Domdechaney, Hölle und Kirchenstück aus Hochheim nicht jedem ein Begriff und nur das Weinhaus Künstler trägt den Namen der Stadt hinaus in die Welt der Weintrinker. Dabei kommen sogar Urgesteine der deutschen Sektwelt, wie Graeger und Mumm aus Hochheim.

Es gibt neben dem Wein noch einige andere Gründe für einen Besuch in Hochheim, einer davon ist die sehr schöne Altstadt und die Pfarrkirche St. Peter und Paul, die sich vom Main her gesehen, aus den Weinbergen direkt dem Himmel entgegenstreckt. Rund um die Pfarrkirche und in den Altstadtgassen findet Anfang Juli das Weinfest statt.

Die Vier Nasen tanken Riesling – Crew machte sich am gestrigen Samstag auf den Weg zum Weintesttrinken in Hochheim. Dank einer sehr guten S-Bahn Verbindung ist Hochheim von Frankfurt aus schnell und gut zu erreichen, und vom Bahnhof sind es dann nur wenige Meter durch die Weinberge zur Altstadt. Diese ist Dank der auffälligen Kirche auch nicht zu verfehlen.

Eine der Besonderheiten des Weinfests in Hochheim ist das Hochheimer Weinglas. Am ersten Stand angekommen erwirbt der fröhliche Zecher dieses Glas und darf es auch behalten, wenn er das Fest wieder verlässt. Dazwischen bekommt er an jedem Stand sein Glas gespült, oder ein Austauschglas. Am Ende bleibt einem ein neues Weinglas zur Erinnerung an Hochheim und seine Weine.

Im Gegensatz zum Weinfest in Bad Homburg (hier ist der Bericht dazu) gibt es in Hochheim Weine aus Hochheim und nicht aus den verschiedensten Regionen. Es konnte also ein sehr konzentriertes Testtrinken stattfinden. Wir haben beim Weingut der Stadt Frankfurt begonnen, welches sich seit 1803 im Besitz der Stadt Frankfurt befindet. Als besonders gut haben wir den Blanc de Noir empfunden und den Riesling Kabinett trocken, beide aus 2011.

Nach dem stadteigenen Weingut, verpachtet an den Winzer Martin Rupp, ging es durch die Altstadtgassen zum Winzermeister Hans Quink. Dort wurden wir sachkundig am Stand über die Unterschiede zwischen Weißherbst und Rose unterrichtet und dann probierten wir auch die entsprechenden Weine. Drei Weine haben wir probiert und alle drei würden auch den Weg in den Weinkeller finden. Die beiden roséfarbenen Weine mit der unterschiedlichen Ausrichtung Weißherbst und Pinot Noir Rosé, also 2012´er Pinot Noir Rosé und der 2012´er Weißherbst Spätburgunder Spätlese machten Spaß im Glas und ließen sich einfach gut trinken, wenig Säure und harmonische Abgänge machten schon Lust auf mehr, aber wir mussten noch zum Himmel und zum Flick und ein Sekt stand auch schon auf dem Programm. Erwähnt werden muss noch der verspielte 2011´er Riesling Kabinett, ein saftig, fast schon fruchtiger, Wein mit genügend Kraft auch zu einem asiatischen Gericht seine eigene Note behalten zu können.

Auch Sekt ist immer ein fester Bestandteil jedes kleinen Weinfest-Tastings, diesmal allerdings ein echter Fehlgriff.Das Weingut Schreiber hatte einen Sekt im Ausschank und ich möchte ihn nicht weiter erwähnen, außer das er leider nicht viel kann, davon aber einiges.

Nach dieser Enttäuschung ging es in der Nähe der Mainova-Bühne zum Himmel und dort erlebten wir einen Himmelstraum und einen Himmelsstürmer, zwei wunderbar als exotisch fruchtige Begleiter ausgebaute Hochheimer Weine, der Himmelsstümer ein ganz leichter und auf der Zunge Freude spendender Sommerwein, gut gekühlt zu Fleisch, Fisch oder einem Salat sicherlich kein Fehlgriff.

Angefeuert von der Band auf der Bühne verlängerten wir unseren Aufenthalt noch ein wenig und gaben uns nach dem Himmel der Hölle hin und machten einen kurzen Abstecher zum Weingut Schmikl, das für sich mit den Worten wirbt „teuflisch guter Wein“. Der Wein hatte was, aber teuflisch gut? Nun ja, zu später Stunde und nach Allgäuer Käsespätzle und Spundekäs sind die Geschmacksnerven sicherlich etwas angegriffen und auch der zeitweilig sehr hohe Wasserkonsum (immer diese Hitze im Sommer) hatten seine Spuren auf der Zunge hinterlassen, daher bleibt es dabei: Der Wein ist gut. Eine detaillierte Beschreibung wäre sicherlich nicht mehr ganz ungetrübt von dem was wir vorher hatten.

Die Uhr tickte unaufhaltsam und so mussten wir uns von der mitgereisten Erziehungsberechtigten, unter elterlicher Aufsicht trinkt es sich ja gewöhnlich etwas bedächtiger, verabschieden und uns auf den Weg in die Nahe Großstadt machen.

Dabei kamen wir noch bei Hansi Flick und seinem Weingut vorbei, erzielten noch einen schnellen Elfmeter und merkten dann auf dem Weg durch die nächtliche Rebenlandschaft das es gar nicht Hansi Flick ist, was uns auch gewundert hätte, sondern Joachim Flick dem wir noch eine Flasche to go abgekauft hatten. Die Weingläser fest in unsere Hand konnten wir die letzte Probe auf Hochheimer Boden am Bahnhof starten und auch hier muss ich ein Lob aussprechen.

Der Spätburgunder Rosé (was sonst an diesem Tag) konnte noch was! Durch Zufall hatten wir als letzten Schluck einen etwas feinherberen Spätburgunder Rosé erwischt, der aber als Wegbegleiter für späte Abendstunden sicherlich ein guter Partner ist.

Alles in allem hat es wieder einmal viel Spaß gemacht zu viert, bzw. diesmal zu fünft unsere Nasen in die Gläser der Hochheimer Winzer zu stecken. Das Weinfest in Hochheim macht Spaß, denn es findet in einer wunderschönen Kulissee statt, und dazu ein wunderbarer deutscher Sommerabend, da muss niemand nach Italien reisen um la dolce Vita zu verspüren.

auch lesenswert:

Vier Nasen tanken Riesling Vier Nasen tanken Riesling in Oberursel (Taunus) – zwischen Oestricher Lenchen und Hattenheimer Wisselbrunnen Der Saufbefehl von drunkenmonday – 2012 Barth Riesling Classic Qype: Die Weinrebe in Frankfurt am Main

Ähnliche Artikel bereitgestellt von Yet Another Related Posts Plugin.

Discussion

No comments yet.

Post a Comment Click here to cancel reply

Porno Berlin Webcam auf Vlieland am Bootsanleger Anti-Mafia Pasta und ligurisches Arme-Leute-Essen Rotweinexperimente Fototaschen müssen nicht hässlich sein!

Letzte Beiträge

Anti-Mafia Pasta und ligurisches Arme-Leute-Essen Besser gut versichert Männeressen muss nicht ungesund sein Lustig ist das Zigeunerleben? Telefonzelle, Internetcafé oder Sim-Karte?

meiersworld

Allgemein (1600)

Die wundersame Welt der Marktwirtschaft (24)

Dies und Das (165)

Gastbeitrag (2)

📢 Wollen Sie passende Werbung sehen?

Diese Werbung wird durch Google AdSense bereitgestellt und zum Thema dieses Artikels passend ausgewählt.

Werbung wird geladen …

Zum Thema bei Amazon

🔍 „Riesling Wein Main Hochheimer" auf Amazon suchen

* Affiliate-Link. Bei einem Kauf erhalte ich eine kleine Provision.

herr meier auf reisen (84)

herr meier empfiehlt (24)

herr meier fotografiert (20)

herr meier ganz persönlich (9)

herr meier geht aus (39)

herr meier treibt sport (7)

herr meier und bewegte bilder (47)

herr meier und bücher (22)

herr meier und der gossip, die erotik und was spass macht (34)

herr meier und der wein (17)

herr meier und die katz (13)

herr meier und die marktwirtschaft (47)

herr meier und die mode (5)

herr meier und die politik (51)

herr meier und dieses und jenes (65)

herr meier und mainhatten (166)

herr meier wird transportiert (29)

herr meiers fitzelchen (15)

Kulinarisches (32)

Literatur, mal gut mal schlecht (26)

Rund um den Arbeitsplatz (19)

Anmelden Beitrags-Feed (RSS) Kommentare als RSS WordPress.org

© 2013 meiersworld.de. All Rights Reserved.

Powered by WordPress. Designed by

🕸️ Wissenskarte dieses Artikels
Artikel Kategorie Tag Konzept Plattform Verwandter Artikel Semantisch verwandt (KI)

Knoten sind verschiebbar · Hover für Details · Klick öffnet verlinkte Seite

🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen

Das Weinfest in Hochheim bietet durch seine Ausrichtung auf ausschließlich lokale Weine aus Hochheim ein konzentrierteres und qualitativ aufschlussreicheres Verkostungserlebnis als Weinfeste, die Weine aus verschiedenen Regionen anbieten, wie etwa das Weinfest in Bad Homburg.

gilt  ·  seit 14.07.2013

Die Hochheimer Weinlagen Domdechaney, Hölle und Kirchenstück sowie das Weinhaus Künstler sind trotz ihrer Qualität deutlich weniger bekannt als Weingüter wie Robert Weil, obwohl letzteres seinen Ruhm vor allem guter Selbstinszenierung verdankt.

gilt  ·  seit 14.07.2013

Hochheim ist für viele Weinkenner überraschenderweise Teil des Anbaugebiets Rheingau, obwohl die Stadt am Untermain liegt.

gilt  ·  seit 14.07.2013

Der Sekt des Weinguts Schreiber, verkostet beim Hochheimer Weinfest 2013, ist qualitativ nicht empfehlenswert.

gilt  ·  seit 14.07.2013

Jede These ist ein Knoten im Kontext-Graphen von meiersworld.de: mit Gültigkeit, Belegen und Nachfolger, falls sie revidiert wurde.