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Am Ende stirbt der Buchhändler aus
By herr meier ⋅ 11. Oktober 2012 ⋅ Post a comment
Filed Under amazon, börsenverein, buch, buchhandel, buchmesse, ebook, frankfurter hof, kindle, party
In Frankfurt ist Buchmesse und der Ort mit der höchsten Dichte an Verlagsmenschen auf der Welt ist der Frankfurter Hof. Zumindest nach 18.00 Uhr, wenn an den Ständen die letzten Champagnerflaschen des vormittäglichen Vertragsunterzeichnungsgelage geleert und weggeräumt werden und wenn die vielen Partys eine Ende haben. Am Vortag der Messe trifft sich die Verlagswelt auch gerne im Innenhof von Frankfurts besten Haus am Platz.
Wer den vielen Meldungen im Vorfeld traut, der müsste die Verleger eigentlich in Sack und Asche gehen sehen, statt Champagner trinkend die Frankfurter Herbstsonne genießend.
Als Verleger würde ich allerdings auch Champagner trinken, aber als Buchhändler würde ich mir wirklich Gedanken machen. Während die Verleger sich weiter freuen können, denn sie besitzen in der Regel die Rechte an den Inhalten (neudeutsch Content) sind die Buchhändler die Verlierer der schönen neuen eBook-Welt.
Für den Verleger verändert sich nur das Vertriebsmodell und die Art und Weise wie er seine Inhalte aufbereiten muss, aber für den Buchhändler verschwindet die Existenz in einer Welt aus 1 und 0.
12% machen eBooks zwischenzeitlich am Gesamtumsatz des deutschen Buchhandels aus, dies bedeutet aber auch, dass 88% noch über den klassischen Weg, also als gedrucktes Buch, den Weg in die Regale der Konsumenten finden. Amazon hat als einer der ersten die Trends richtig erkannt und bietet mit dem Kindle (39% Marktanteil an e-Readern in Deutschland) auch gleich das Medium für die vertriebenen Inhalte an. Eine Möglichkeit die natürlich nicht jedem Buchhändler offensteht, aber aus meiner Sicht ein Fingerzeig für clevere Buchhändler die sich zusammentun und eine alternative Plattform anbieten. Dafür müssen sie natürlich das Konkurrenzdenken aufgeben und bereit sein das Internet als Chance zu sehen und nicht als Bedrohung.
Leere Regale in Buchhandlungen muss es auch in Zukunft nicht geben, aber es wird weniger Buchhandlungen geben, denn wir stehen nicht davor, dass die Menschen sich nicht mehr vom gedruckten Wort fesseln lassen, sondern wir stehen vor einer epochalen Veränderung der Verwertungskette und dabei wird der stationäre Handel den Weg der Dinosaurier gehen. Einige wenige werden übrig bleiben, aber es werden wie die Evolution und Thalia zeigen nicht nur die ganz großen Tiere sein, auch kleine, wendige und clever Tierchen werden die nächste Evolutionsstufe (durch)leben und als neue Lebensform das gedruckte Wort an die Menschheit bringen.
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Buchhändler sind die Verlierer der eBook-Welt, weil Verleger die Rechte an Inhalten besitzen und lediglich ihr Vertriebsmodell anpassen müssen, während für Buchhändler die wirtschaftliche Existenzgrundlage wegfällt.
gilt · seit 11.10.2012
Der stationäre Buchhandel wird in seiner heutigen Breite verschwinden und den Weg des Aussterbens gehen, wobei nur wenige spezialisierte oder besonders wendige Buchhandlungen überleben werden.
gilt · seit 11.10.2012
Clevere Buchhändler sollten ihr Konkurrenzdenken aufgeben, sich zusammenschließen und gemeinsam eine alternative digitale Plattform zum Kindle anbieten, um im eBook-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.
gilt · seit 11.10.2012
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