Auf ein Glas Weißburgunder und Sushi mit Natalia Wörner

Natalia Wörner fotografiert von Karl Lagerfeld, wenn das nicht mal wieder ein Grund ist ein paar Worte über den aktuellen Playboy zu verlieren. Als ich über Gina-Lisa (welche sich zackig-nackig machte) schrieb, da hatte der Playboy für mich eine Art Tiefpunkt der nackten Promis erreicht.

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Texttyp
Magazinrezension/Kulturkritik
Besprochenes Werk / Thema
Rezension der Märzausgabe 2011 des Playboy mit Fokus auf die Fotostrecke von Natalia Wörner, fotografiert von Karl Lagerfeld, sowie weitere Inhalte und Rubriken der Ausgabe.
Zentrales Argument
Der Playboy präsentiert sich in dieser Ausgabe als gelungenes Magazin mit hochkarätigen fotografischen Arbeiten (Lagerfeld) und redaktionellen Inhalten zu Lifestyle und Stil. Der Text würdigt die Balance zwischen ästhetischen Fotografien, Interviews mit Prominenten und praktischen Tipps für Männer als Stärke des Heftes.
Kernthese
Die Märzausgabe 2011 des Playboy überzeugt durch die Kombination aus prestigeträchtiger Fotografie, prominenten Interviewpartnern und praktischen Lifestyle-Ratschlägen für den männlichen Leser.
Relevante Konzepte
ProminentenfotografieLifestyle-JournalismusMännermagazinStilberatungModeProminenz und Medienkultur
Empfohlen für
Leser von Lifestyle- und Männermagazinen, Interessierte an Fotografie und Prominentenkultur, Kulturkritiker
Einordnung durch den Autor
Medienkultur/Kulturjournalismus, Magazinjournalismus, Popkultur
Verweise im Text
Playboy MagazinDavid Hamilton (Bilitis-Film)Karl Lagerfeld Fotografie
Entitäten
Person: Natalia WörnerPerson: Karl LagerfeldPerson: Gesa TeichmannOrt: StuttgartOrt: WienProdukt: Playboy Märzausgabe 2011

Nun aber, nach der nackten Indira hat der Playboy mit Natalia Wörner mal wieder eine Prominente aus der Reihe der A-Promis dazu überreden können die Hüllen fallen zu lassen.

Karl Lagerfeld hinter der Linse und Natalia Wörner vor dem Objektiv, eine heiße prominente Mischung.

Die Bilder erinnern ein wenig an die Bilder von David Hamilton in Bilitis, seinem ersten Film. Soft und schön weichgezeichnet präsentiert sich uns eine fast schüchterne Natalia Wörner, in den Säulen der Erde präsentierte sich die 1967 in Stuttgart geborene Schauspielerin* fast freizügiger in den Aktszenen.

Also, ein gut gelungener Playboy; mal wieder ein Grund sich mit frischem Sushi, einem wunderbaren Schluck Weißburgunder (2006 Immerheißer) und einem im Tintenfass gut gefüllten Füllhalter ein paar Notizen zu machen.

Feststellung Nummer Eins, nach dem Umschlagen des Covers verschlägt es mir erst einmal die Sprache, denn nach der bewundernswert schüchternen Frau Wörner erblicke ich einen Mann in einem seltenen hässlichen gelben Mechanikerlook, umspült von Wasser ist dies die aktuelle Anzeige von Joop für das Parfüm Splash, gut denke ich und blättere etwas mutlos um.

Umblättern lohnt sich und ich kann mich alsbald vom Splashschock erholen und finde nach langer Zeit wieder einen Playboy vor, welcher sich lohnt zu lesen (Interview und so).

Nach der Indianerin Natalia, gut dass keiner auf die Idee gekommen ist sie Nscho-tschi zu nennen, darf ich mich den schießwütigen US-Amerikanern widmen. Ein aussagekräftiger Artikel über das wohl gefährlichste Erbe der amerikanischen Gründungsväter, den Besitz von Schußwaffen (Second Amendment )und einen Schießplatz auf dem sie den Besitz ausleben, bildet den Übergang von der dunkelhaarigen Natalia Wörner zur blonden Playmate des Monats.

Die Wienerin Dominique Regatschnig darf sich, typisch für die Bewohnerin von Wien, nackt auf einer Berghütte präsentieren. So räkelt sich also die 1990 geborene Schnellfahrerin (Dominique Regatschnig über Dominique Regatschnig) also für die Leser des Playboy so wie Gott sie schuf nur mit einer Sonnenbrille und einer Pelzmütze bekleidet im Schnee. Dabei macht sie, zugegeben eine gute Figur, und da sie weniger abgesoftet daherkommt, sind ihre Bilder auch einen Tick schärfer als die der Dame aus Säulen der Erde.

Nach der nackten Blonden und der entblößten Prominenten kommt dann auch endlich der wichtigste Bestandteil des Playboy – Das Interview.

Diesmal darf sich Karl Lagerfeld äußern, das tut er auch in seiner unnachahmlichen, für manche arrogant, daherkommend Art. Tiefe Einblicke gewährt uns der Meister nicht, aber immerhin erfahre ich das er eine gewisse Phobie vor Schmutz hat und deshalb auch eher kontaktscheu ist, aber dafür in HH immer noch gerne Kalli genannt wird.

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Nach Karl Lagerfeld widmet sich der Playboy wieder echten Kerlen, dies hatte er zwar auch schon einige Seiten vorher getan, da ging es um Boxer, aber nun ab Seite 98 geht es um Staus, Schweiß und Motoröl, eben echte männliche Dinge. Ein unrasiertes männliches Outdoormodel zeigt uns Männern, oder den Frauen die den Playboy gerne lesen, wie wir uns auf heißen Böcken um die Gunst von kurzen Röcken bemühen können.

Wer sich über diese kleine Testosteronbleiwüste hinweggelesen hat, wird auf den folgenden Seiten mit einigen Tipps belohnt, die uns Männer stilsicherer machen. Wir lernen da, dass der Lederwestenträger der vorherigen Bilderserie eher nicht das ist, was der Playboy unter einem stilsicheren Gentleman versteht. Beide Typen Mann haben jedoch eines gemeinsam sie sollten keine Unterhemden tragen, und wenn Unterhemd dann nur eines das man nicht sieht.

Auch die richtige Form der Unterhose gehört zur Stilsicherheit, ebenso wie das Monogramm an der richtigen Stelle (Socken und Pferde), bzw. der ganz falschen Stelle (Gürtel und Auto).

Nach diesem Lehrgang über Stilsicherheit gibt es noch Tipps zu Tischordnung (sprich eine redaktionell aufgearbeitete Anzeigenstrecke über die Utensilien die Mann heute auf dem Schreibtisch liegen hat, dann folgen noch ein paar Kleidungstipps (in stilsicherer Übereinstimmung mit den Stiltipps) für den roten Teppich bei der Berlinale und dann gesteht uns Gesa Teichmann das sie aufregendsten Sex ihres Lebens mit einer Frau hatte.

Gesa Teichmann ist übrigens die Schöne aus Heilbronn mit dem Schmetterlingstattoo (Wort mit drei t und zwei o – echt was für Kreuzworträtsel), die sich gegen elf Mitbewerberinnen um den Titel – Bild Girl des Jahres 2011 – durchgesetzt hat. Der Papa von Gesa ist sogar richtig stolz auf seine Tochter**.

Der Playboy musste sich wohl bei der meistverkauften Zeitung Deutschlands ein Schmankerl für die Leser des Playboy ausleihen, eine nette Leihgabe der BILD. Denn die nur 1,56m große Heilbronnerin ist der gelungene Abschluss der Märzausgabe des Playboy.

Wer sich für die textlichen Höhepunkte mehr als für die fotografischen Highlights interessiert, wird mit einem, zum schmunzeln anregenden, Reisebericht über Kuba belohnt. Dan ist aber Schluss und es gibt nicht mehr viel was einem vom schnell weiterblättern abhält.

Abschließend sei gesagt, dass der Weißburgunder mundete und Notizen mit dem Füller zu machen ist auch mal wieder eine schöne Variante, anstatt alles direkt in den Rechner zu schreiben.

Quelle: *Playboy (Deutsche Ausgabe 03/2011) Seite 40 – Fotostrecke Natalia Wörner fotografiert von Karl Lagerfeld. **Bild online. Bild.de – Gesa ist das Bild-Girl des Jahres. Weiterführende Quellangaben finden sich hier: http://www.meiersworld.de/quellangaben-und-fusnoten-der-guten-ordnung-halber/

Von wegen brav – Cascada-Sängerin im Playboy Cyberclub

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Die Märzausgabe des Playboy 2011 mit Natalia Wörner, fotografiert von Karl Lagerfeld, stellt nach dem Tiefpunkt der Ausgabe mit Gina-Lisa wieder eine Ausgabe dar, die sich für A-Promis-Strecken und journalistische Inhalte lohnt zu lesen.

gilt  ·  seit 21.02.2011

Natalia Wörners Aktbilder im Playboy 03/2011, fotografiert von Karl Lagerfeld, sind weichgezeichnet und schüchtern wirkend und damit weniger freizügig als ihre Aktszenen in der Fernsehserie 'Die Säulen der Erde'.

gilt  ·  seit 21.02.2011

Das Interview mit Karl Lagerfeld im Playboy 03/2011 gewährt keine tiefen Einblicke und bestätigt lediglich bekannte Eigenschaften Lagerfelds wie Schmutzphobie und Kontaktscheue.

gilt  ·  seit 21.02.2011

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