Stiller Tod von Roger Smith: südafrikanische Krimispannung pur

Südafrika ist nicht nur bekannt für seine reizvolle Landschaft, seine freundlichen Einwohner und den leckeren Wein, es gibt auch spannende südafrikanische Kriminalromane. Einer der Krimiautoren die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen, ist der in Johannesburg geborene Roger Smith. Seine Bücher lenken etwas ab von den Bildern die ich selber gerne von Südafrika im Kopf habe, wenn ich über das Land rede.

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Texttyp
Buchbesprechung/Literaturkritik
Besprochenes Werk / Thema
Rezension des Kriminalromans 'Stiller Tod' von Roger Smith, der in Kapstadt, Südafrika spielt und die sozialen Gegensätze zwischen weißer und schwarzer Bevölkerung thematisiert.
Zentrales Argument
Roger Smiths Roman 'Stiller Tod' bietet eine fesselnde Reise durch die südafrikanische Gesellschaft und ihre tiefgreifenden sozialen Spannungen. Der Roman nutzt einen Kriminalfall als Vehikel, um die Abgründe menschlicher Seelen und gesellschaftliche Ungleichheiten in Südafrika zu erkunden.
Kernthese
Roger Smith schafft mit 'Stiller Tod' einen düsteren noir-Roman, der Südafrika als idealen Schauplatz nutzt, um die psychologische Komplexität und moralische Abgründe einer gespaltenen Gesellschaft zu enthüllen.
Relevante Konzepte
Südafrikanische Kriminalromanesoziale SegregationKapstadtTownship und Stadtviertel-KontrastNoir-LiteraturCharakterpsychologiegesellschaftliche Ungerechtigkeit
Empfohlen für
Kriminal- und Noir-Literaturleser, Südafrika-Interessierte, Leser sozialkritischer Romane
Einordnung durch den Autor
Literaturkritik/Belletristik, Geographische Literaturwissenschaft
Verweise im Text
Roger Smith - Stiller TodSüdafrikanische KriminalromaneKapstadt-LiteraturLlandudno Südafrika

Sein aktuelles Buch – Stiller Tod – hat mich auf meiner letzten Reise ans Kap begleitet, und ich konnte sogar an die Orte fahren die im Buch beschrieben sind, bzw. an manche Orte sind wir nicht gefahren, da wir keinen Bedarf an Drogen, käuflicher Liebe und Waffen hatten.

Nach Landudno sind wir aber gefahren, einer der Orte in denen nette Villen an schönen Stränden stehen und sich Kapstadt von seiner sehr weißen Seite zeigt. Der nach einem walisischen Ort benannte Ortsteil von Clifton hat zwei wunderbare Strände, einen Golfclub und zu wenig Parkplätze. Ein durchaus idyllisches Örtchen, wenn einem ein Parkplatz und die Villa dazu gehört.

Frau H. und ich hatten beide das Buch ausgelesen und blickten dann auf den Strand und die Häuser und versuchten uns nicht das kleine ertrunkene Mädchen vorzustellen, welches in – Stiller Tod – die tragische Hauptrolle spielt.

Roger Smith nimmt einen mit auf eine Reise durch die südafrikanische Gesellschaft, in der es immer noch sehr große Unterschiede zwischen den Weißen und den Schwarzen gibt. Die weiße Bevölkerung lebt am Strand und hat gute Jobs, schnelle Autos und die Polizei auf ihrer Seite. Die Schwarzen leben am Stadtrand in den Townships, müssen auf den Strassenstrich gehen und die Polizei ist ihr Gegner. Auf dieser scharfen Trennlinie, die so hart und scharf auch nicht mehr existiert, muss der Leser aber in diesem Buch balancieren, denn nur so bleibt die Spannung erhalten und jede Seite wird zu einer Art Reiseführer durch ein dunkles und böses Kapstadt.

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Ein schwarzer Ex-Polizist erpresst, prügelt und manipuliert Menschen reihenweise. Jeder wird für seine Zwecke ausgenutzt, egal ob es der Vater des toten Kindes ist, oder eine Prostituierte und ihr Kind. Vernon Saul ist eine dunkle Seele mit einer ebenso dunklen und schlimmen Vergangenheit, dafür will er Rache, bzw. einen Ausgleich von der Gesellschaft. Diesen holt er sich, und sein Schlüssel zu diesem Ausgleich ist der der Tod der jungen Sunny Exley.

Roger Smith führt einen in rasendem Tempo durch die Stadt und ihre Menschen, es scheint keine Untiefe der menschlichen Seele zu geben die er nicht irgendeinem seiner Protagonisten auf den Leib geschrieben hat.

Am Ende des Romans bin ich von den irrwitzigen Wendungen begeistert gewesen und freue mich darauf die anderen Bücher von Smith zu lesen. Beruhigend ist für mich, dass es nur ein Buch ist, und Südafrika nicht nur der ideale Schauplatz für einen düsteren noir Roman ist.

Wir haben beim Lesen einen leckeren südafrikanischen Wein getrunken, wer sich das gleiche Lesevergnügen gönnen möchte: Wein gibt es hier und das Buch steht im Onlineregal schon bereit.

Wer vor dem Kauf einmal in das Buch reinlesen möchte, eine kostenlose Leseprobe gibt es hier.

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