Über ein Jahr tobt die Krise der Finanzmärkte bereits und der Euro und einige seiner Länder taumeln von einem gigantischen Einnahmeschlagloch zum anderen. Die Beträge die bereit gestellt werden um Länder wie Griechenland, Irland, Portugal und Italien vor dem endgültigen Kollaps zu bewahren, werden immer größer und größer. Der deutsche Steuerzahler wundert sich über die Finanzkraft des eigenen Landes und packt bei der Renovierung der KITA Seepferdchen mit an, weil die Geldmittel für die Beauftragung eines Malertrupps nicht vorhanden sind, damit werden gerade die Gehälter griechischer U-Bahnfahrer ausbezahlt.
📦 Kurzversion für Eilige und Maschinen
Diese Box enthält strukturierte Metadaten zum Artikel – maschinenlesbar und für einen schnellen Überblick.
- Texttyp
- Meinungsbeitrag/Kommentar
- Besprochenes Werk / Thema
- Kritische Analyse der europäischen Finanzkrise und der deutschen Rolle als größtes und stärkstes EU-Land. Der Text behandelt das Missverständnis Europas durch südeuropäische Länder und fordert mehr Verständnis für föderale Strukturen.
- Zentrales Argument
-
Deutschland trägt durch sein föderales System und seine Wirtschaftskraft Verantwortung in der EU-Finanzkrise, wird aber von anderen europäischen Ländern missverstanden und dämonisiert. Die südeuropäischen Länder müssen verstehen, dass Hilfe mit Eigenverantwortung und Reformen verbunden sein muss, ähnlich wie beim deutschen Länderfinanzausgleich. Ein föderales Europa erfordert mehr Demokratieverständnis und gegenseitige Erklärungsbereitschaft.
- Kernthese
- Europa funktioniert nach föderalen Prinzipien, bei denen starke Länder schwache unterstützen, aber dies setzt gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft zur Reformen voraus, die andere EU-Länder bisher nicht aufgebracht haben.
- Relevante Konzepte
- Empfohlen für
- Politisch interessierte Laien, EU-Bürger, Diskussions- und Debattiergruppen, Befürworter föderaler Strukturen
- Einordnung durch den Autor
- Politische Publizistik/Blogposting, europäische Wirtschaftspolitik, 2011
- Verweise im Text
Etwas erschöpft, aber beseelt etwas für die Gemeinschaft getan zu haben sitzt dann der deutsche Michel am Abend vor der Tageschau und sieht randalierde Griechen die Angela Merkel mit Hitlerbärtchen als neue Stilikone ausgemacht haben, schimpfende Iren, weil die Erhöhung der Mehrwertsteuer eher in Deutschland bekannt wurde als im Heimatland und hilflose Italiener die nun von einem ehemaligen EU-Technokraten regiert werden. Dazwischen geht es der deutschen Wirtschaft noch halbswegs heiter, aber wolkig wird es auch bei uns werden.
Wir, und ich meine dies exakt so, machen also das was wir schon lange in der EU machen; Wir zahlen und erfreuen uns später daran auf neugebauten Straßen durch südliche europäische Länder zu fahren die mit Hilfe des EU-Infrastrukturfonds gebaut wurden. Eine feine Sache, denn Straßen sind neben Autos etwas was wir sehr gerne haben, und wenn der “Grieche” eben keine guten Strassen bauen kann, mit seinem eigenen Geld, dann ist es doch schön, wenn wir helfen können und so schneller von A nach B kommen. Wir erwarten keine Dankbarkeit und lassen uns gerne den Wein munden und wundern uns auch nicht warum die Einheimischen alle weniger zahlen und keine Kassenbelege bekommen. Ist halt so im Süden.
Nun aber frage ich mich, und in dieser Fragestellung fühle ich mich nicht ganz alleine, warum sind die anderen Länder so sauer auf uns. Frau Merkel ist weder ein Feldherr noch will sie mit Nazimethoden Europa unter die deutsche Knute bekommen, aber sie versucht unserer Rolle als größtes und stärkstes Land in der EU gerecht zu werden, denn wenn es unseren Nachbarn schlecht geht, dann geht es uns auch irgendwann nicht besonders gut.
📢 Wollen Sie passende Werbung sehen?
Diese Werbung wird durch Google AdSense bereitgestellt und zum Thema dieses Artikels passend ausgewählt.
Themen: Kritische Analyse der europäischen Finanzkrise und der deutschen Rolle als größtes und stärkstes EU-Land. Der Text behandelt das Missverständnis Europas durch südeuropäische Länder und fordert mehr Verständnis für föderale Strukturen., Föderalismus, Finanzkrise, Länderfinanzausgleich, Marktwirtschaft, EU-Integration, deutsche Verantwortung, Solidarität, nationale Souveränität, Europa funktioniert nach föderalen Prinzipien, bei denen starke Länder schwache unterstützen, aber dies setzt gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft zur Reformen voraus, die andere EU-Länder bisher nicht aufgebracht haben., Politisch interessierte Laien, EU-Bürger, Diskussions- und Debattiergruppen, Befürworter föderaler Strukturen, Politische Publizistik/Blogposting, europäische Wirtschaftspolitik, 2011
Werbung wird geladen …
Zum Thema bei Amazon
🔍 „Europäische Finanzkrise Föderalismus" auf Amazon suchen* Affiliate-Link. Bei einem Kauf erhalte ich eine kleine Provision.
Vielleicht liegt hier der Fehler in der Denke der anderen Europäer, von den Briten mal ganz zu schweigen. Unser föderales System bei dem die starken Bundesländer den weniger starken Ländern über den Länderfinanzausgleich helfen ist gelernt und praktizierter Föderalismus, auch wenn immer mal wieder versucht wird das System zu ändern. Wir alle sind Deutsche und leben in Deutschland, wir haben mit enormer Anstrengung die Länder der ehemaligen DDR aufgepäppelt und auch hierfür Geld aus EU-Töpfen bekommen, aber niemand ist auf die Sraßen gegangen als die Steuern erhöht wurden, als die Rente angepasst wurde. Das marktwirtschaftliche System dieser Republik funktionierte in der Krise besser als in jedem anderen Land, deshalb können wir heute überhaupt noch helfen.
Europa wurde in der Vergangenheit und wird aktuell von vielen Menschen in Griechenland, Irland und anderen Ländern gründlich falsch verstanden, denn es ist kein System bei dem immer nur einige wenige Ländern immer wieder wegsehen wenn Gelder in der Versenkung verschwinden, irgendwann, und dieses Irgendwann ist nun einmal jetzt aktuell auf der Tagesordnung, müssen die Starken den Schwachen mit mehr als Geld unter die Arme greifen, dann gehört zu einem System der Partner auch sich einmal etwas erklären zu lassen, auch wenn es weh tut.
Das föderale Systeme mehr Diskussionen und mehr Demokratieverständnis benötigen als zentralistische, demokratische, Systeme ist nahezu unabdingbar, aber sie helfen einem auch mehr Verständnis für die Art und Weise zu bekommen wie eine große Gemeinschaft funktionieren muss. In Deutschland haben, glaube ich, viele Menschen verstanden wie Europa im positiven Sinne funktioniert, und es würde nicht schaden, wenn sich andere Völker Europas nochmal auf die Schulbank setzen und eine Nachhilfestunde in Sachen Europa nehmen würden, denn irgendwie kann einem auch die Freude am nächsten Urlaub im Süden vergehen, wenn einem bewusst ist als was uns manche EU-Mitbewohner sehen; als menschgewordener Geldbeutel der die Klappe zu halten halt.
🕸️ Wissenskarte dieses Artikels
Knoten sind verschiebbar · Hover für Details · Klick öffnet verlinkte Seite
