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Peter im Brawl-Universum 6 – Peter und Marc in Rom – Discendo vincimus: Mit Marc und Peter durchs alte Rom – Latein lernen mit Spaß und Abenteuer (Die … ihre Superkräfte – durch Lernen!, Band 6)

📖 meiersworld.de 📅 2026 140 Seiten 👦 ab 10 Jahre
Peter 6 im Brawl-Universum: Peter und Marc erobern Rom – Discendo vincimus. Buchcover mit Kindern in Berlin und antiker rö…

Peter und Marc erobern Rom
Discendo vincimus – Durch Lernen siegen wir
Peter im Brawl-Universum, Band 6

Klappentext:

Peter kennt das schon: Manchmal zieht einen Brawl Stars einfach rein. Aber diesmal ist er selbst gar nicht dran.

Sein neuer Schulfreund Marc – ja, wie Marc Aurel, er weiß es selbst – soll Latein lernen. Sein Vater ist Arzt und findet das wichtig. Marc findet es zunächst weniger wichtig. Bis er eines Abends an der Titusstraße vorbeiläuft, auf seinem Handy nachliest wer Titus eigentlich war, und dann schläft.

Und in Rom aufwacht.

Nicht dem modernen Rom mit Espresso und Touristen. Dem anderen. Dem echten. Dem lauten, staubigen, nach Rauch und Brot riechenden Rom des Jahres 80 nach Christus – mitten im Bau des Kolosseums, mitten im Herzen des größten Imperiums der Welt.

An seiner Seite: drei Latein-Brawler, die es eigentlich nicht gibt.

Grammaticus – klein, pedantisch, mit einer riesigen Schriftrolle unter dem Arm, der jeden Satz sofort korrigiert und dessen größte Schwäche der Blick von Lexias Mutter ist.

Lexia – energetisch, mit feurigem Haar und schwebenden Buchstaben um sich herum, die aufleuchten wenn Marc ein neues Wort lernt.

Historia – ruhig, weise, mit der Stimme eines alten Gebäudes, der nicht nur Fakten erklärt sondern die Welt dahinter.

Gemeinsam erkunden sie das Kolosseum – und treffen die Männer die es wirklich gebaut haben, aus Nubien, Gallien, Syrien, Germanien. Sie besuchen den Palatin, den ältesten Hügel Roms, wo alles begann. Sie gehen zu Gast bei einer römischen Familie und Marc lernt beim Abendessen mehr Latein als in einem halben Schuljahr. Er fährt mit einem alten Fischer auf dem Tiber und versteht zum ersten Mal warum sein Vater jeden Tag Latein benutzt ohne es zu wissen.

Und er muss allein einen römischen Soldaten nach dem Weg fragen. Auf Lateinisch. Ohne Hilfe.

Zurück in der echten Welt erzählt Marc seinem Freund Peter von seinen Abenteuern. Peter – der selbst weiß wie es ist, in einem Spiel festzustecken – glaubt ihm sofort. Gemeinsam setzen sie sich an den Laptop, befragen die KI Claudius und schreiben eine Schulpräsentation über einen ganz normalen römischen Jungen namens Gaius: wie er aufsteht, zur Schule geht, durch die Gassen läuft, das Kolosseum beim Wachsen beobachtet – und abends seufzend seine Hausaufgaben macht.

Manche Dinge ändern sich nie.

Am Ende eines langen Freitags kommt Marc nach Hause, setzt sich an den Tisch und sagt zu seiner Familie:

„Nunc omnes una edamus.“

Lasst uns nun alle gemeinsam essen.

Sein Vater – der Arzt, der Latein immer wichtig fand – wiederholt den Satz. Mit schlechtem Akzent. Aber er versucht es.

Und dann schauen sie zusammen Asterix.

Peter und Marc erobern Rom ist der sechste Band der Reihe Peter im Brawl-Universum – und der erste, der beweist: Man muss nicht selbst ins Spiel gezogen werden um ein Abenteuer zu erleben. Manchmal reicht ein Straßenschild. Manchmal reicht ein Traum. Und manchmal reicht ein Freund, der einem sagt: Paulatim. Schritt für Schritt. Du schaffst das.

Discendo vincimus.
 Durch Lernen siegen wir.

Für Leserinnen und Leser ab 10 Jahren Mit Lernboxen, Vokabellisten und einem echten Präsentationsskript zum Herausnehmen

„Roma non est una die aedificata.“ Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Und kein Buch wird an einem Tag gelesen. Fang einfach an.

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📄 Leseprobe

Titusstraße
„Wer heißt schon Marc Aurel?"
Marc warf seinen Rucksack auf den Stuhl neben Peter und
ließ sich in der Schulkantine fallen. „Ernsthaft. Mein Vater ist
Arzt und denkt, er ist so witzig."
Peter grinste. „Ich find's cool. Marc Aurel war immerhin
Kaiser."
„Ja, und? Weißt du, was die anderen in der Grundschule
draus gemacht haben? 'Marco Polo'. Vier Jahre lang." Marc zog
eine Packung Käsebrote aus seinem Rucksack. „Und jetzt soll
ich auch noch Latein lernen. Wegen dem Medizinstudium. Das
ich vielleicht mal machen soll. In zehn Jahren."
„Latein ist doch okay."
Marc starrte ihn an. „Du lernst Latein?"
„Nein. Aber—" Peter zögerte. Ein Grinsen kroch über
sein Gesicht. „Ich hab neulich was Krasses erlebt. Weißt du,
was mir passiert ist, als ich Brawl Stars gespielt hab?"
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Marc kannte Brawl Stars natürlich. Sein Vater hatte das
Spiel auf seinem Handy gesperrt. „Zu viel Bildschirmzeit, Marc."
Aber er hatte Peter oft dabei zugeguckt.
„Was denn?"
Peter lehnte sich vor. Seine Stimme wurde leiser, als würde
er ein Geheimnis verraten. „Ich bin reingezogen worden. Ins
Spiel. Ich war wirklich drin – als Brawler. Und ich musste Englisch
lernen, um wieder rauszukommen."
Marc starrte ihn an. Dann lachte er. „Du spinnst."
„Ich schwör's."
„Peter."
„Marc."
Sie schauten sich an. Marc kannte Peter seit der dritten
Klasse. Peter log eigentlich nie – zumindest nicht überzeugend.
Er wurde immer sofort rot.
Er war nicht rot.
„Und... wie war das?" fragte Marc langsam.
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Peter erzählte alles. Von der pixeligen Hand aus dem Bildschirm,
von Shelly und Bull, von The Teacher und den goldenen
Wörterbüchern, vom Vocabulary Vortex. Marc hörte zu,
ohne ihn zu unterbrechen. Was für ihn sehr ungewöhnlich war.
Als Peter fertig war, blieb Marc still.
„Neidisch?" fragte Peter.
„Mega neidisch", antwortete Marc ehrlich. „Ich mein – ich
will natürlich nicht wirklich in einem Videospiel kämpfen. Aber
so Latein lernen? Das wäre krass. Weißt du, wie langweilig unsere
Bücher sind? 'Cornelia in horto ambulat.' Cornelia läuft im
Garten. Ja und? Warum läuft sie im Garten? Was passiert
denn?!"
Peter lachte. „Vielleicht passiert dir ja auch was."
„Mir passiert gar nichts. Ich hab nicht mal ein Handy mit
Brawl Stars."
Die Mittagspause war vorbei. Sie packten ihre Sachen.
Auf dem Heimweg bog Marc wie immer in die Nebenstraße
ab. Schneller als der Hauptweg, ruhiger auch. Er kannte
jede Ritze im Pflaster.
Bis er heute plötzlich stehen blieb.
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An der Ecke hing ein blaues Straßenschild, das er hundertmal
gesehen hatte, ohne es wirklich zu lesen.
TITUSSTRASSE
Titus. Marc runzelte die Stirn. In seinem Lateinbuch hatte
es letzte Woche eine Seite über römische Kaiser gegeben. Titus...
das war doch der mit dem Vesuv?
Er zog sein Handy raus und tippte den Namen ein.
Titus. Geb. 39, gest. 81. Sohn von Vespasian. Regierte nur zwei
Jahre – von 79 bis 81. Galt als mustergültiger Herrscher...
Marc scrollte weiter. Unter ihm wurde der Tempel in Jerusalem
zerstört. Nach dem Ausbruch des Vesuvs leitete er schnell Hilfsmaßnahmen
ein. Der Bau des Kolosseums wurde unter Titus vollendet.
Er schaute wieder auf das Straßenschild.
79 bis 81. Eine Straße, benannt nach einem Mann, der vor
fast zweitausend Jahren gelebt hatte. Der das Kolosseum fertiggebaut
hatte. Der nach einem Vulkanausbruch Hilfe organisiert
hatte.
Und der jetzt einfach so an einer Straßenecke in seiner
Stadt hing.
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Geschichte war eigentlich überall, dachte Marc. Man
musste nur hingucken.
Er steckte sein Handy ein und ging weiter nach Hause.
Beim Abendessen fragte sein Vater wie immer: „Wie war
die Schule?"
„Gut", sagte Marc. Standardantwort.
„Latein?"
„Cornelia läuft immer noch im Garten."
Sein Vater seufzte. „Marc, Latein ist die Basis für—"
„Medizin, ja, ich weiß." Marc stocherte in seinen Nudeln.
„Warum eigentlich? Die Patienten sprechen doch kein Latein."
„Die Fachbegriffe schon. Appendix vermiformis. Arteria carotis.
Femur." Sein Vater tippte auf sein Knie. „Das Femur ist der
Oberschenkelknochen. Femo bedeutet auf Latein—"
„Okay, okay", unterbrach Marc ihn. Aber er speicherte es
trotzdem irgendwo im Hinterkopf ab.
Später, im Bett, scrollte er nochmal durch den Wikipedia-
Artikel über Titus. Das Kolosseum. Der Vesuv. Der Tempel.
Ein ganzes Leben, komprimiert auf ein Straßenschild.
10
Er dachte an Peters Geschichte. An die pixelige Hand. An
The Teacher mit ihrem leuchtenden Buch.
Mir passiert sowas nie, dachte er.
Er legte das Handy weg und schloss die Augen.
Der Traum begann mit einem Straßenschild.
TITUSSTRASSE
Aber die Straße darunter war nicht mehr seine. Das Pflaster
war roh und uneben, aus großen, runden Steinen gefügt. Die
Häuser an beiden Seiten waren aus hellem Sandstein, mit bunten
Fresken an den Wänden. Irgendwo roch es nach Brot und
Rauch.
Marc blinzelte. „Was..."
Er schaute an sich herunter. Er trug keine Jeans mehr, kein
Hoodie. Stattdessen eine kurze weiße Tunika und Sandalen, die
mit Riemen bis zum Knie geschnürt waren.
„Das ist ein Traum", sagte er laut. „Das ist definitiv ein
Traum."
„Natürlich ist es ein Traum", sagte eine Stimme hinter ihm.
„Aber das macht es nicht weniger real."
Marc wirbelte herum.
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Drei Gestalten standen vor ihm. Keine Menschen – zumindest
keine normalen. Sie hatten etwas von Brawl-Stars-Figuren:
zu groß, zu bunt, zu präzise gezeichnet. Aber sie standen
mitten in dieser altrömischen Straße, als wären sie schon immer
hier gewesen.
Die erste Gestalt war klein und etwas rundlich, mit einer
riesigen Schriftrolle unter dem Arm. Sein Gewand war makellos
weiß, seine Brille saß schief. Er wirkte, als würde er ständig
gleich etwas korrigieren wollen.
Die zweite war eine Frau – jung, mit feurigem Blick und
einer Toga in leuchtendem Blau. Um sie herum schwebten einzelne
Buchstaben, wie Glühwürmchen.
Die dritte Gestalt war groß und ruhig. Ein älterer Mann
mit einem kurzen, grauen Bart. Er trug eine Rüstung, aber keine
Waffen. Stattdessen hielt er einen Stein in der Hand – einen
Stein mit einer eingravierten Inschrift.
Der Kleine mit der Schriftrolle räusperte sich. „Salve, junger
Freund. Willkommen in Roma."
„Salve", wiederholte Marc automatisch. „Das ist... 'Hallo',
oder?"
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„Salutare", korrigierte der Kleine sofort und hob den Finger.
„Das Verb bedeutet 'grüßen'. Salve ist der Imperativ. Befehlsform.
Aber immerhin – du weißt es!"
„Grammaticus", sagte die Frau mit den schwebenden
Buchstaben und rollte die Augen. „Lass ihn erstmal ankommen."
Sie trat vor und streckte Marc die Hand hin. „Ich bin Lexia.
Die Buchstaben um mich – das sind Wörter. Lateinische
Wörter. Je mehr du lernst, desto mehr leuchten sie."
Marc sah, dass die schwebenden Buchstaben tatsächlich
heller wurden, wenn er sie anschaute. PORTA. VIA. LUX.
„Tor. Weg. Licht", murmelte er, ohne zu wissen woher er
es wusste.
Lexia grinste. „Siehst du? Du weißt schon mehr, als du
denkst."
Der große, ruhige Mann mit dem Stein trat zuletzt vor.
„Ich bin Historia." Seine Stimme war tief wie ein Echo aus einem
alten Gebäude. „Ich zeige dir, was diese Sprache bedeutet
hat. Nicht nur Wörter – sondern die Welt dahinter." Er hielt
den Stein hoch. Die Inschrift lautete: SPQR.
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Marc kannte das. Irgendwie. „Das steht überall in Rom,
oder?"
„Senatus Populusque Romanus", sagte Historia. „Der Senat
und das Volk Roms. Vier Buchstaben, die ein ganzes Imperium
bedeuten."
Marc sah sich um. Die Straße war lebendig – Händler riefen
ihre Waren aus, Kinder rannten an ihm vorbei, irgendwo
hörte man das Klappern von Pferdehufen auf Pflastersteinen.
Und am Ende der Straße, hoch über den Dächern, erkannte er
eine Silhouette.
Das Kolosseum.
„Wir sind... wirklich in Rom?" flüsterte er.
„Roma aeterna", sagte Historia leise. „Das ewige Rom."
Grammaticus räusperte sich erneut. „Bevor wir weitergehen
– kurze Anmerkung: Roma ist feminin, erste Deklination,
Nominativ. Nur damit das klar ist."
„Grammaticus", sagte Lexia und Historia gleichzeitig.
„Was? Es ist wichtig!"