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140 Zeichen @frlokal, oder tippen für die Tonne.
By herr meier ⋅ 2. August 2013 ⋅ Post a comment
Filed Under frankfurter rundschau, frlokal, journal frankfurt, journalfff, kundenbindung, leser, twitter
Einige Printmedien haben twitter-accounts, auf diesen verbreiten sie regelmäßig News über ihre News, also das was es bei ihnen Neues aus den Redaktionsräumen gibt. Wenn es um Frankfurt geht, dann folge ich der Rundschau und dem Journal Frankfurt. Beim Journal kommen regelmäßige Infos über den Twitteraccount, bei der Rundschau hat am 19. Juli das letzte Mal ein Redakteur die Login-Daten zur Hand gehabt.
Twitter kann zur Interaktion mit Lesern genutzt werden, Leser sehen & erleben Dinge teilweise schneller als dies Redaktionsteams können, daher halte ich Twitter für einen nicht ganz unwichtigen Informationskanal. Wenn es um den arabischen Frühling geht, dann sind deutsche Medien immer voll der Bewunderung für diesen Kanal, über den die freiheitsliebenden Araber ihre Meinung kundtun.
Wie sieht es aber vor der eigenen Haustür aus. Aus meiner Sicht sehr, sehr schlecht. Wenn es um die Nutzung von Twitter geht, dann ist die letzte Twittermeldung der FR vom 19. Juli schon der Beweis dafür, wie sehr dieser Kanal nicht genutzt wird.
Besonders schlimm finde ich aber das Thema Interaktion mit Lesern & Followern. Sendet man einen Tweet an @frlokal oder an @journalffm, dann passiert in der Regel nichts. Es gibt keine Antwort auf Hinweise, oder evtl. mal ein Dankeschön. Die Redaktion empfängt und schweigt, der Leser wundert sich und verliert das Interesse an diesen Medien.
Vielleicht ist dies den Redakteuren in den Verlagen nicht so bewusst, aber wer einen Kommunikationskanal anbietet, der im Gegensatz zum guten alten Printmedium nicht nur sendet, sondern auch empfangen kann, der sollte sich zumindest die Zeit nehmen mit dem Konsumenten zu interagieren.
Große Unternehmen wie die Deutsche Bahn oder die Telekom haben das sehr gut verstanden und schaffen auf diese Art und Weise ein neues Kommunikationserlebnis für die Konsumenten. Diese Unternehmen haben sich nicht das Thema Kommunikation mit den Konsumenten auf die Fahnen geschrieben, so wie es Verlage tun. Sie beherrschen dieses Feld aber in der Zwischenzeit wesentlich besser als die Printmedien. Vielleicht liegt das daran begründet, dass Redakteure aus der Historie heraus keinen wirklichen Kontakt zum Leser suchen mussten. Der Leser las, wenn er etwas zu sagen hatte, dann durfte er einen Leserbrief einschicken und mit viel Glück wurde dieser abgedruckt, fertig. Ansonsten kommunizierte der Leser mit dem Leserservice der Zeitungsverlage, wenn er seine Zeitung für den Urlaub abbestellen wollte. Ende der Kommunikation.
Das Vordringen der Leser in die Elfenbeintürme der Redaktionen durch die Möglichkeit der direkten Kommunikation via Twitter und Facebook ist offenbar eine Herausforderung die nicht jeder Redaktion gelingt, oder nicht gelingen will.
Es ist aus meiner Sicht keine gute Kinderstube, wenn Redaktionen die Reaktionen ihrer Leser nicht beantworten, denn es zeigt das Desinteresse am Leser. Wenn Menschen ihre Abonnements kündigen, kann das auch daran liegen, weil die Redaktion es verpasst hat mit der Zeit zu gehen.
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Discussion
One Response to “140 Zeichen @frlokal, oder tippen für die Tonne.”
Guter Artikel! Die Frankfurter Presse- und Medienfuzzis melden sich höchstens wenn’se mal wieder irgendwas “vor der eigenen Haustür” verpasst haben und nach Fotos der User/innen geiern, möglichst for free natürlich. Oder sie lesen auch einfach nur mit und bringen dann ‘nen Artikel dazu raus ohne jegliche Nennung der Quelle, geschweige denn eines Links. Von den zahlreichen umformulierten Pressemitteilungen, statt eigener Artikel, mal ganz zu schweigen. So viele Nullen…
Posted by skFFM | 2. August 2013, 21:04
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gilt · seit 02.08.2013
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