Beckenrandrumsteher

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Beckenrandrumsteher

By admin ⋅ 30. Juli 2010 ⋅ Post a comment

Filed Under  fitness, gesundheit, schwimmbad, schwimmen, training, wohlbefinden

Ab und an werfe ich den mainbübischen Astralkörper in die Fluten einer Schwimmhalle. Beim Schwimmen lässt es sich vorzüglich vor sich hin denken und gleichzeitig was für den Körper tun.

Im Schwimmbad gibt es verschiedene Typen von Nutzergruppen. Einmal die regelmäßigen Schwimmer die stoisch ihre Bahnen ziehen und nach einer bestimmten Zeit oder Bahnenzahl das Becken wieder verlassen.

Dann sind da die Schwimmer die wohl schwimmen müssen. Sie haben ebenfalls eine Zeitvorgabe (vom Arzt?) und schauen konsequent auf die Uhr während des Schwimmtrainings.

Dann sind noch die Planscher und Beweger, diese Gruppe hält sich an den Seitenrändern auf und stört den Schwimmbetrieb nicht sonderlich.

Zwei Gruppen die sich aber immer ins Gehege kommen sind die beiden erstbeschriebenen Gruppen. Während der stoische Schwimmer ohne Pause versucht seine Bahnen abzuleisten ist der Zeitarztschwimmer damit beschäftigt möglichst oft am Ende der Bahn eine Pause einzulegen und tief durchzuatmen.

Dabei versperrt er dem Schwimmer das Beckenende und es wird schwierig zu wenden, was ärgerlich ist. Der Beckenrandrumsteher lässt sich aber nicht stören und steht rum, schaut auf die Uhr und schnauft tief durch, dann zieht er wieder eine Bahn und steht dann wieder am Beckenrand.

Dieser Typus müsste eigentlich ein eigenes Schwimmbad bekommen, eines nur mit Beckenrändern, er könnte im Wasser sein, kurz mal einen Zug machen und sich gut fühlen.

Der Typus Beckenrandsteher hat auch einen nahen Verwandten in Muckibuden. Dort ist er darauf spezialisiert die Cardiogeräte durch intensives “bewachen” besetzt zu halten und nur ab und an zum Wechsel der TV-Programme aktive Bewegung an den Tag zu legen. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

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Discussion

4 Responses to “Beckenrandrumsteher”

als Mitglied der ersten Gruppe möchte ich anmerken, dass ich mit der zweiten Gruppe kaum Probleme habe. Immerhin sind die zumeist in der Bewegung, können also überholt werden und je länger die Bahn, desto weniger Beckenrand-Action gibt es.

VIEL schlimmer ist der von dir nicht erwähnte Typus Nr.4: Empty-Nester. Die Mitglieder dieser Gattung sind zumeist schon älter und treten immer als Paar oder Schwarm auf. Aus Sicherheitsgründen wird der Abstand voneinander nie mehr als einen halben Meter betragen, vorzugsweise wird nebeneinander geschwommen. Durch lautes und ständiges Geblapper sollen die Schwimmer von Typ I und II schon von Weitem vor dieser Bahn-Blockade gewarnt werden. Die Empty-Nester sind zu jeder Tageszeit aktiv, treten aber vermehrt schon früh morgens auf – obwohl sie im Gegensatz zu den berufstätigen “jungen Wilden” auch durch aus Mittags genug Zeit hätten.

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Besonders viel Freude im Schwimmbad kommt auf, wenn der Typ 4 alle paar Bahnen am Beckenrand Pause macht, um sich ein wenig zu “dehnen” und die Konversation über die beste Pflege des heimischen Gartens minutenlang vertieft. In dem Moment reden wir nicht mehr vom “Schwimmer”, sondern vom “Steher” – was verboten werden sollte, immerhin handelt es sich nicht um ein Stehbad.

Posted by Tomas | 30. Juli 2010, 8:03 Reply to this comment

Hallo Tomas, dieser Typus ist entwicklungstechnisch gesehen eine Weiterentwicklung von Typ 2. Nur viel schlimmer. Vielen Dank für die genaue Beschreibung dieser weiterentwickelten Art

Posted by Mainbube | 30. Juli 2010, 8:37 Reply to this comment

So sehe ich das auch, über Typ IV, den Steher im Schwimmbad könnte ich mich jedesmal wieder aufregen. Schlimm finde ich aber auch die Springer-Kids, die ohne Rücksicht und ein waches Auge vom Beckenrand springen. Hier wäre ein Machtwort des Bademeisters aufjedenfall angebracht. Trotz allem entspannt man beim zügigen Schwimmen hervorragend und kann zum Schluss über alle Formen der “Schwimmer” hinwegsehen.

Posted by Sigi | 30. Juli 2010, 19:29 Reply to this comment

…und in welchen Gewässern, insbsondere denen Frankfurts, trifft bzw. “steht” die Gattung des Typs IV am seltensten auf?

Ich gehöre zur Gattung der Kreisverkehrschwimmer…versuche also auch im Rudel, aber eher hintereinander mit dem artverwandten Typus I im Becken meine Bahnen zu schwimmen – bin also eine kleine Mutation des Typus I und versuche damit den Platz im Becken opmital auszunutzen, was Typus IV natürlich gar nicht nachvollziehen kann, wenn er ein treibholzartiges Mannöver in genau diese Bahn anstrebt oder durchführt.

Aber ja, entspannen kann ich auch, wenn Typ IV in die Bahn treibt…

Posted by zillo | 27. März 2011, 7:26 Reply to this comment

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