Freibad in Frankfurt: Ein Luxus für den Mittelstand

Es ist heiß und wer in Frankfurt ein Kind ist, oder einer sozial zu unterstützenden Randgruppe angehört oder Student oder Renter, der freut sich auf einen kostenfreien oder gar kostenlosen Eintritt in die Freibäder der Mainmetropole.

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Texttyp
Meinungsbeitrag/Blog-Artikel
Besprochenes Werk / Thema
Kritik an der Preisgestaltung von Frankfurter Freibädern, die Mittelschichtangehörige durch fehlende Tageskarten benachteiligt.
Zentrales Argument
Die Stadt Frankfurt discriminiert berufstätige Mittelschichtbürger durch unflexible Freibadtarife, die mehrfache Besuche an einem Tag prohibitiv verteuern, während Transferleistungsempfänger von Ermäßigungen profitieren. Ein einfaches Tagesticket würde dieses Problem lösen und wäre leicht umsetzbar.
Kernthese
Das Freibad-Preissystem in Frankfurt ist ungerecht gegenüber der Mittelschicht und stellt einen Fall von sozialer Ungerechtigkeit dar.
Relevante Konzepte
MittelschichtPreisgestaltungSoziale GerechtigkeitTransferleistungenTarifstrukturÖffentliche BäderStadtpolitik
Empfohlen für
Bürgerinitiativen, Kommunalpolitiker, Stadtplaner, Mittelschichtangehörige, Befürworter von sozialer Gerechtigkeit
Einordnung durch den Autor
Lokalpolitik/Verbraucherkritik, Bürgerjournalismus
Verweise im Text
Frankfurter BettlerplageStadtentwicklung Frankfurt
Entitäten
Ort: Frankfurt am MainOrt: MainhattenKonzept: MittelschichtKonzept: FreibadPerson: digitalpaddyKonzept: Tarifpolitik

Dumm läuft es, wenn Du den ganzen Tag arbeiten gehst, deine Steuern zahlst und auch deine Strafzettel ordentlich an die Stadtkasse abführst. Alle Menschen sind gleich, aber wehe du hast einen Arbeitsplatz und gehörst der Mittelschicht an, whatever this means, weil entweder ist man in Deutschland Transferempfänger, oder in den Augen den linken Politik Superreicher und muss blechen.

Der normale Frankfurter, mit Job, Wohnung, RMV-Jahresticket, Bauplatz irgendwo und Familie gehört zu dieser ominösen Mittelschicht und steht im Freibad an der Schlange und möchte, ausnahmsweise mal ohne Frau und Kind (was ihm, hätte er sie dabei, einen ermäßigten Eintritt als Familie von 13,00 € einbringen würde, wenn er Kinder über 14 Jahre hätte) vor der Arbeit ins Freibad und ein paar Runden drehen.

5 € bitte

Die freundliche Kassendame, natürlich von einer Leiharbeitsfirma, nimmt dem Mittelschichtsbesucher 5 € für seinen Besuch im kühlen Nass ab. Nach 30 Minuten schwimmen muss er dann aber los, denn der Arbeitgeber möchte seinen Arbeitnehmer natürlich pünktlich an der Werkbank, bzw. in Frankfurt am Bankschalter sehen.

3,50 € bitte

Nach getaner Arbeit möchte Mr. oder Mrs. Mittelschicht noch eine Runde drehen. Fröhlich mit dem Ticket vom Morgen in der Hand geht es zum Kassenhäuschen an der nun ein fröhlicher und gut gelaunter Zeitarbeiter sitzt und nimmt für den erneuten Besuch des Freibads weitere 3,50 € im Abendtarif (ja nicht vor 18 Uhr kommen, denn dann kostet es nochmal 5 €).

Da könnte ja jeder kommen

..und mit dem Ticket vom Vormittag ins Schwimmbad wollen. Jeder kann kommen, aber eben nicht der Normalzahler, denn der darf noch nicht einmal 10 Minuten auf den Parkplatz, weil es in Mainhatten nicht möglich ist eine personalisierte Tageskarte anzubieten, wo kämen wir denn da hin, wenn Mensche die den ganzen Tag arbeiten nicht für ihre Freunden zahlen müssten. Als Transferleistungsempfänger sieht es da anders aus, es liegt sich dann ganz schön in der Sonne zum ermäßigten Eintritt oder, wenn besondere Voraussetzungen vorliegen, kostenfrei in dem vom Mittelschichtler mitfinanzierten Freibad.

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Themen: Kritik an der Preisgestaltung von Frankfurter Freibädern, die Mittelschichtangehörige durch fehlende Tageskarten benachteiligt., Mittelschicht, Preisgestaltung, Soziale Gerechtigkeit, Transferleistungen, Tarifstruktur, Öffentliche Bäder, Stadtpolitik, Das Freibad-Preissystem in Frankfurt ist ungerecht gegenüber der Mittelschicht und stellt einen Fall von sozialer Ungerechtigkeit dar., Bürgerinitiativen, Kommunalpolitiker, Stadtplaner, Mittelschichtangehörige, Befürworter von sozialer Gerechtigkeit, Lokalpolitik/Verbraucherkritik, Bürgerjournalismus

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Die Mittelschicht wird abgezockt

Frankfurt ist eine tolle Stadt und es richtig, wenn wir benachteiligte Mitbürger unterstützen, aber es ist nicht richtig, wenn die Mittelschicht dafür zahlen muss und selbst benachteiligt wird.

Warum frage ich mich ist es nicht möglich ein Tagesticket anzubieten? Wo ist der Hinderungsgrund?

Einige werden jetzt sagen, dass der zweimal schwimmende Familienvater die Ausnahme ist. Glaube ich nicht, denn was ist mit der Mutter die am Vormittag mal ein paar Runden ohne die Kinder dreht und am Nachmittag mit den selben nochmal zum planschen geht? Die zahlt, exakt, wenn sie keiner Randgruppe mit Ermäßigungsstatus angehört nochmal 5 € Eintritt. Familienförderung für die Mittelschicht, wo kommen wir denn dahin.

Mich macht es einfach wütend, wenn ich sehe wie wir, ich zähle mich mal zu denjenigen die dieser Mittelschicht angehören, abgezockt werden und es in der Politik auch niemanden mehr gibt der sich Gedanken darüber macht wie sehr die kleinen Kosten uns auch belasten. Vielleicht denkt bei der Stadt oder den Bäderbetrieben einmal jemand darüber nach.

Führt halt ein Tagesticket ein! So schwer kann es nicht sein.

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🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen

Die Frankfurter Freibad-Preisstruktur benachteiligt berufstätige Mittelschichtsbürger systematisch, weil diese im Gegensatz zu Transferleistungsempfängern keinen Anspruch auf Ermäßigungen haben, aber durch mehrfache Eintrittszahlungen stärker belastet werden als andere Bevölkerungsgruppen.

gilt  ·  seit 25.06.2019

Das Fehlen eines Tagestickets in Frankfurter Freibädern ist eine vermeidbare politische Entscheidung, die berufstätige Personen, die das Bad morgens und abends besuchen möchten, doppelt zur Kasse bittet.

gilt  ·  seit 25.06.2019

Die deutsche Sozialpolitik kennt in der Wahrnehmung des Autors faktisch nur zwei Gruppen — Transferempfänger und Hochverdiener — und lässt die steuerzahlende Mittelschicht bei Vergünstigungen strukturell leer ausgehen.

gilt  ·  seit 25.06.2019

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