Deutsche sind keine SM-Muffel

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Deutsche sind keine SM-Muffel

By admin ⋅ 15. Oktober 2010 ⋅ Post a comment

Filed Under  brands, social media, um, universal mccann, wave5

Social Media (SM) ist keine Modeerscheinung mehr. Facebook, Twitter und Blogs sind zwischenzeitlich nicht mehr wegzudenkende Bestandteile des alltäglichen Lebens.

Mit 37.600 befragten aktiven Internetnutzern ist Wave5, die umfassendste globale Studie zum Thema Social Media weltweit.

Wave5 ist die einzige Studie die über einen Zeitraum von fünf Jahren zuverlässige Daten zur Entwicklung von Social Media aus mehr als fünfzig Ländern liefert.

Die Unterschiedlichkeit der Ergebnisse ist teilweise erstaunlich, so weisen Länder wie China und Indien mit einer geringen Internetverbreitung eine umso höhere Nutzung von Social Media auf. Ganz gegenteilig, und somit schon sehr überraschend, verhält es sich in Deutschland. Trotz einer hohen Internetnutzung sind die Deutschen eher verhaltene Nutzer von Social Media, im Durchschnitt sind nutzen sie die Angebote der sozialen Netzwerke wesentlich weniger als User in anderen Ländern.

Dennoch kann auch in Deutschland nicht von Social Media-Muffeln gesprochen werden; auch in Deutschland wird kommentiert, hochgeladen und sich mitgeteilt. Die passive Nutzung der Angebote nimmt dabei einen höheren Stellenwert ein, was sich damit belegen lässt, dass 62% der aktiven Internet-Nutzer sich zwar Videos bei Bewegtbildportalen angesehen haben, aber nur 13% selbst Videos hochgeladen haben. Hier ist die Nutzung von Social Media-Angeboten gleichauf mit dem Leben außerhalb des Internets, lieber etwas angeboten bekommen, anstatt selbst etwas zu machen.

Italien gewinnt erneut gegen Deutschland

Was unterscheidet einen Italiener von einem Deutschen? Und den Deutschen wieder von einem Briten? Es ist die Anzahl der Freundschaften und Kontakten in sozialen Netzwerken.

Ein Italiener hat im Schnitt 66 Kontakte, ein Brite hat 57 Freundschaften und der statistische Weltbürger hat 52 Menschen in seinem Profil als Follower. In Deutschland hat diese Zahl zwar deutlich zugenommen, bei Wave 4 hatte ein durchschnittlicher Nutzer von Social-Networks 14 Freunde, heute sind es 41.

Die Pflege dieser Freundschaften ist für viele Nutzer des Internet zu einer Routine des „daily business“ geworden, denn 57% der Befragten haben nicht nur ein eigenes Profil, sie nutzen es auch täglich um sich auf dem Laufenden zu halten, oder direkt mit ihren Kontakten zu kommunizieren.

Facebook und Co. nehmen damit eine erhebliche Stellung im Ablauf des täglichen Lebens ein.

Sollten die deutschen Internetnutzer dennoch öfter den eigenen Fußballverein zum Training besuchen, und die Italiener häufiger vor dem heimischen Rechner ihre Kontakte pflegen, dann klappt es wenigstens im Fußball bald wieder mit einem Titelgewinn.

Zarte neue Bande knüpfen?

Einen Schwerpunkt legt Wave5 auf die Frage nach den Motiven für die Nutzung von Social Media. Ob es der Wunsch nach dem Knüpfen neuer zarter Bande ist, oder einfach nur die Pflege von bestehenden Kontakten. Beide Motivationsgründe sind in Deutschland mit 40% der Nennungen gleich stark ausgeprägt.

Sich selber im Netz zu präsentieren und die eigene Kreativität ausleben wollen wesentlich weniger deutsche Internetnutzer, dafür möchten aber immerhin 21% der Aktiven andere Menschen über soziale Netzwerke beeinflussen.

Diese Bemühungen dieser Nutzergruppe fallen aber nicht immer auf fruchtbaren Boden, denn die persönliche Face-to-Face-Entscheidung ist für viele User immer noch schwerwiegender, denn die virtuelle Botschaft per Link. Nur 5% sagen, dass sie sich von Empfehlungen aus den Netzwerken beeinflussen lassen. Bei den Face-To-Face-Tipps sind dies immerhin 16%. Der Wert eines Tipps für ein Produkt oder, z.B. eine Location für einen netten Abend, hat aber immer noch einen höheren Stellenwert als Botschaften auf anderen Werbekanälen

Haben Marken Freunde?

Marken haben Freunde, eine ungewöhnliche Aussage, aber eine die aufzeigt wie stark sich Markenkommunikation ändert, bzw. ändern muss.

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Wave5 hat diese These mit dem Titel der Studie „The Socialisation of Brands“ zur Kernaussage der fünften Welle gemacht!

Während das Interesse an offiziellen Firmenwebseiten im Befragungszeitraum rückläufig ist, nimmt das Interesse an Präsenzen von Unternehmen bei Facebook & Co. immer mehr zu. Hatten im letzten Jahr nur 10% der Befragten eine Marke als Freund, sind es nun 30%. Damit unterstreicht Wave5 wie wichtig es für Unternehmen ist, mit den „Freunden“ und Konsumenten über soziale Netzwerke zu kommunizieren. Dieser Trend wird in der Zukunft sicherlich noch weiter verstärkt werden, denn…

…die Smartphones fördern die Social Media-Nutzung

Mit verlässlichen Daten für über 50 Länder belegt Wave5, dass Nutzer von Smartphones die aktivsten Nutzer von Social Media-Angeboten sind. Es wird mehr getwittert, mehr eingeloggt und auch die Anzahl der mobilen Statusmeldungen ist deutlich höher.

Mit dem mobilen Internet und seiner unkomplizierten Zugänglichkeit wird es eine weitere Zunahme der Markenfreundschaften geben, auch weil die Networkseiten eine Hubfunktion für das Internet übernehmen werden.

Marken müssen an diesen Hubs markant präsent sein, damit sie die Nutzer dort erreichen wo sie ihre Reise durch das Netz beginnen.

Von Zaungästen und Dandys

Wave5 macht es deutlich; nicht jeder User von Social Media-Angeboten hat die gleichen Interessen und Beweggründe für die Nutzung derselben. Ob es um die Pflege von Freundschaften geht, die Pflege von Geschäftskontakten bei Xing oder LinkedIn, oder die Selbstdarstellung der eigenen Kreativität.

Universal McCann hat auf der Basis der Daten der Wave5-Untersuchung eine eigene Typologie der Social-Media-Nutzer entwickelt: Vom „Digitalen Dandy“, dessen expressiver Lebensstil sich zum großen Teil im Web abspielt, bis hin zum „Zögernden Zaungast“, der nur die ersten unsicheren Schritte in die Welt der sozialen Medien gegangen ist. Auch hier gibt es interessante Trends: Die Zahl der „Zögernden Zaungäste“ nimmt ab, während die „Munteren Mitmacher“ mehr werden. Dieses Segment nutzt soziale Medien nicht intensiv, sondern sehr selektiv in den Bereichen, die mit den persönlichen Interessen zusammenhängen.

Verlässliche Daten für 53 Länder

WAVE ist die größte internationale Studie zur Entwicklung von Social Media und Internet. Insgesamt wurden seit 2006 über 95.000 regelmäßige Internet-Nutzer (die täglich oder fast täglich online sind) in aller Welt befragt. Die Studie wird jährlich durchgeführt und veröffentlicht. Für die aktuelle Welle wurden 37.600 Menschen in 53 Ländern interviewt. In Deutschland wurden 1.000 Internet-Nutzer im Alter von 16 bis 54 Jahren befragt. Dabei handelt es sich um Online-Interviews, die repräsentativ für die aktive Online-Nutzerschaft sind. Die so erhobenen Daten werden exklusiv von Universal McCann ausgewertet, um auf verlässlicher empirischer Basis maßgeschneiderte Social-Media-Strategien für Werbungtreibende zu entwickeln. In der Studie liegen Daten zu mehr als 20 Produktbereichen vor, mit deren Hilfe man die Bedeutung von Word-of-Mouth und das Einfluss-Potenzial von sozialen Medien ermitteln kann. Unter anderen wird so ein „Influencer Score“ für jede Produktkategorie gebildet, mit dessen Hilfe man die branchenspezifische Relevanz von Social-Media-Kommunikation identifiziert wird.

Disclaimer: Der Mainbube arbeitet für Universal McCann und weitere Informationen zur Studie Wave5 gibt es hier!

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Deutsche Internetnutzer sind keine Social-Media-Muffel, nutzen soziale Medien jedoch überwiegend passiv: 62% schauen Videos auf Bewegtbildportalen, aber nur 13% laden selbst welche hoch.

gilt  ·  seit 15.10.2010

Die Nutzung sozialer Netzwerke als Markenplattform wächst stark: Der Anteil der Befragten, die eine Marke als 'Freund' in sozialen Netzwerken führen, hat sich binnen eines Jahres von 10% auf 30% verdreifacht.

gilt  ·  seit 15.10.2010

Persönliche Face-to-Face-Empfehlungen haben für Kaufentscheidungen mit 16% Beeinflussungsrate deutlich mehr Gewicht als Empfehlungen aus sozialen Netzwerken mit nur 5%.

gilt  ·  seit 15.10.2010

Smartphone-Nutzer sind die aktivsten Social-Media-Nutzer und werden die Verbreitung sozialer Netzwerke sowie von Markenfreundschaften weiter vorantreiben.

gilt  ·  seit 15.10.2010

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