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Data statt Koks: Die Gewinnspanne ist höher und es ist legal!
By herr meier ⋅ 14. März 2013 ⋅ Post a comment
Filed Under ausland, datentarife, lbs, Telekommunikation
Wenn ich Koksdealer wäre, dann würde ich auf Telekommunikationsdealer umsatteln! Warum? Die nächsten Zeilen versuchen es zu erklären:
Welchen Sinn und Zweck erfüllen Location-based-Services auf einem Smartphone? Sie helfen einem z.B. ein Restaurant in der Umgebung zu finden, im Idealfall immer dann, wenn man gerade nicht in seiner Heimatstadt ist, oder seinem Heimatland.
Schöne neue Welt, Dank der Digitalisierung und so fantastischer Apps wie Qype oder foursquare, oder, oder, oder. Es könnte auch die Suche nach einer Autovermietung, einem Arzt oder sonst einer Dienstleistung sein.
Im Grunde genommen funktioniert das auch alles, aber nur so lange bis man sich mit seinem Smartphone innerhalb seiner Datentarifs befindet. Verlässt der geneigte App-Junkie seinen Bezirk und muss sich einen neuen Datendealer suchen, wird es in den meisten Fällen sehr teuer.
Der einheimische Datendealer verkauft einem den täglichen Informationsstrom aus Bites und Bytes zwischenzeitlich für einen guten Strassenpreis, aber seine Kumpels im Ausland wollen sich an dir noch einmal richtig sattmachen.
Es mag ja sein, dass man ein geschätzter Kunden von sagen wir einmal einen internationalen Telekommunikationsdealerring ist und in seinem Heimatmarkt täglich mit neuen immer besseren Tarifen für noch besseren Stoff versorgt wird, wenn man bloß nicht den Dealer wechselt und zum Mitbewerber aus der Datamafia geht.
Aber, diese Liebe zum Kunden endet wie gesagt an den Grenzen des Bezirks, alle Dealer des international agierenden Telkodealerrings liefern zwar ihre Anteile alle brav an den Paten in, sagen wir einmal UK, ab, aber die Gewinnspanne die mit dem Kunden aus Deutschland in einem anderen Land gemacht wird obliegt natürlich irgendwie dem Boss im Heimatring, denn der will ja auch verdienen.
Und so passiert es, dass die üblichen Datentütchen mit der großen Füllung zu ganz kleinen Paketchen werden die plötzlich das zehnfache kosten. Sprich die einfache Abfrage des Datenjunkies über seine App nach einer Tankstelle, einem Restaurant oder einem schnellen Tweet wird zu einer nahezu ruinösen Angelegenheit. Der kalte Entzug wird nur durch Datenstuben abgemildert die ihre Services in „Free W-Lans“ anbieten, was zumindest für den Blogbeitrag und die schnellen Post bei Facebook und Twitter für Milderung sorgen, aber für die Nutzung mobiler Dienstleistungen die ortsgebundene Informationen liefern sind diese stationären „Druckräume“ für Datenjunkies natürlich keine echte Alternative.
Ernsthaft betrachtet sind die Mobilfunkanbieter für mich die grössten Bremser für jegliche Form von LBS (location-based-Services). Sie verhindern die Nutzung dieser Dienste genau dann, wenn sie gebraucht oder als sinnvoll angesehen werden, nämlich dann wenn der Nutzer nicht @home ist, sondern unterwegs.
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Dienste wie qype, foursquare oder Navigationshilfen verlieren jeglichen Sinn, wenn sie stationär aus der Lobby eines Hotels genutzt werden müssen, weil die Nutzung als echte mobile Dienste für den Nutzer zu einem finanziellen Desaster führen können. Die Datendealer versuchen zwar durch den Trick mit der SMS „Sie haben bereits 9,75 MB ihres 10 MB Pakets verbraucht, buchen sie weitere 10 MB für 30 Euro“ abzumildern und den Nutzer darauf hinzuweisen, dass er sich gerade in den Ruin treiben könnte (damit meinen sie moralisch auf der richtigen Seite zu stehen, denn finanziell tun sie es ja bereits). Die Nutzung meiner Daten ist im Ausland teilweise 10mal so teuer wie in Deutschland, dabei haben sich meine Daten nicht verändert, es ist einfach die Tatsache, dass ich nicht mehr bei meinem Dealer in der Heimat die Tüten mit dem Datenstoff kaufe, sondern über seinen Kumpel im Ausland „betreut“ werde.
Diese Preispolitik verhindert aus meiner Sicht die Nutzung und Verbreitung von Anwendungen auf Smartphones, und sie verhindert einen für alle Nutzer gleichen Zugang zum Internet. Im Endeffekt werde ich, in diesem Fall als Deutscher, im Ausland von der Tochterfirma meines Telefonproviders über Gebühr für die Nutzung eines Services zur Kasse gebeten. Damit werde ich eigentlich diskriminiert. Ich weiß es kling hart, aber im Endeffekt ist es so.
Jeder Nutzer eines Telefons wird von seinem Provider (in den meisten Fällen international agierenden Konzerne mit jeweiligen Landesfirmen) dann zu einer echten Cash-Cow, wenn er treu sein will und in „seinem“ Netz telefonieren, smsen oder Daten austauschen möchte. Diese Form der Kundenabzocke finde ich unverschämt und sie verhindert, wie oben geschrieben, auch noch die Verbreitung und Verbesserung von Informationen aus der Masse der Nutzer heraus.
Veröffentlicht über ein frei zugängliches W-Lan, denn der Datenstrom dieses Artikels hätte ca. 3,25 Euro gekostet.
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Internationale Mobilfunkanbieter verlangen für Datennutzung im Ausland bis zu zehnfach höhere Preise als im Heimatland, obwohl dieselben Daten und Dienste genutzt werden — dies stellt eine finanzielle Diskriminierung der Nutzer dar.
gilt · seit 14.03.2013
Mobilfunkanbieter sind durch ihre Roaming-Preispolitik die größten Bremser für die Verbreitung und Weiterentwicklung mobiler, ortsgebundener Dienste.
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Hohe Roaming-Kosten verhindern die sinnvolle Nutzung von Location-based-Services wie Qype oder Foursquare, weil diese Dienste ihren Mehrwert gerade dann entfalten sollen, wenn Nutzer nicht zu Hause, sondern unterwegs im Ausland sind.
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