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- Texttyp
- Blogbeitrag/Literaturkommentar
- Besprochenes Werk / Thema
- Analyse eines humorvollen Gedichts von Robert Gernhardt über Paarungsverhalten von Tieren mit erotischen Anspielungen.
- Zentrales Argument
-
Robert Gernhardt nutzt in seinem Gedicht die Darstellung von Tiererotik als literarisches Mittel für humorvolle Gesellschaftskritik. Das Gedicht verbindet Wordplay, absurde Szenarien und ironische Brechungen der Tierwelt mit menschlichen erotischen Verhaltensweisen.
- Kernthese
- Das Gedicht präsentiert durch die Metapher tierischen Verhaltens eine kunstvolle und witzige Kommentierung menschlicher Erotik.
- Relevante Konzepte
- Empfohlen für
- Literaturinteressierte, Humor-Enthusiasten, Kulturkritiker, Erwachsenes Publikum
- Einordnung durch den Autor
- Deutsche Literatur/Humoristische Lyrik/Kulturkritik
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Der Dichter und die animalische Erotik
By digitalpaddy • 17. Februar 2011 • NSFW & Gossipkram
Robert Gernhardt hat sich in einem seiner Gedichte mit der animalischen Erotik beschäftigt.
Weil es so gekonnt ist, hier das Gedicht von Robert Gernhardt:
Der Nasenbär sprach zu der Bärin:
»Ich will dich jetzt was Schönes lehren!«
Worauf er ihr ins Weiche griff
Und dazu »La Paloma« piff.
Die Dächsin sprach zum Dachsen:
»Mann, bist du gut gewachsen!«
Der Dachs, der lächelte verhalten,
denn er hielt nichts von seiner Alten.
Der Förster, der grad Möhren dörrte
und dabei ein Röhren hörte,
sprach: »Wer den Hirsch beim Röhren stört,
der eben in den Föhren röhrt,
dem schlag’ ich meine Möhren
achtkantig um die Ohren.«
Der Bär schaut seinen Ziesemann
nie ohne stille Demut an.
Der Mops hat seinen Zeugungstrieb
ganz schrecklich gern und furchtbar lieb.
Das Vorspiel nahm den Hengst so mit,
daß er geschwächt zu Boden glitt.
Der Wal vollzieht den Liebesakt
zumeist im Wasser. Und stets nackt.
Zu Nachtzeit faßt der Kormoran
zu gern die Kormoranin an,
die dieses, wenn auch ungern, duldet,
da sie ihm zwei Mark fünfzig schuldet.
Der Kragenbär der holt sich munter
einen nach dem andern runter.
Der Pelikan steht wie gelähmt,
nie hat ihn jemand so beschämt,
wie jener feiste Kolibri,
der ihn des Pubertierens zieh.
In Köln, da können sich die Dohlen
selbst auf dem Dom ein Liebchen holen.
Zum Adler sprach die Gabelweihe
daß sie auf seinen Nabel speie,
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nähm’ er nicht sofort seinen Schnabel
aus ihrer frischgekämmten Gabel.
Im Kurbordell von Königstein
ist jeden Samstag Tanz.
Dort treten sieben Mäuschen
ohn’ Unterlass und Päuschen
der Katze auf den Schwaha,
der Katze auf den Schwanz.
Der Schäfer, der betrübt entdeckte,
Dass sich sein Hund aufs Leitschaf legte,
Verhieß ihm barsch die Todesstrafe,
Falls er nochmal ein Schaf beschlafe.
Der Liebe zwischen Fuchs und Schwan
Haftet ein stiller Zauber an.
Der Löwe schleicht ins Freudenhaus
Und klopft sich dort die Eier aus.
Die Heringsfrau, die sprach versonnen:
»So ein Wal wiegt siebzig Tonnen!«
Dem Sperber leiht der stolze Aar
Nur ungern sein Patentpessar.
Die meisten Schweineigel wohnen
Rund um die erogenen Zonen.
Seit jener selbsterdachten Stellung
Hat Meister Stier die Schienbeinprellung.
Bis auf das süsse Lustgefühl
Lässt den Kauz der Beischlaf kühl.
Der Tausendfüssler sprach beklommen:
»Ich glaub, ich hab mich übernommen!«
Und dann stieg er, so schnell er konnte
Von jener Kuh, die sich g’rad sonnte.
Quelle: http://www.mjucker.ch/animalerotica.html animaleroticaerotikgedichtgernhardtrobertsextierwelt Tweet 0 Der real existierende Schwachsinn und seine Partei: DIE LINKE Allmen und die Libellen
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