Eines der überraschendsten Geständnisse die man heutzutage bei einer Party machen kann, ist es zu zugeben, dass man an Gott glaubt und, für einen Großteil der Gesellschaft vollkommen irritierend, auch noch betet.
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- Texttyp
- Essay
- Besprochenes Werk / Thema
- Der Text reflektiert über die gesellschaftliche Wahrnehmung von Religiosität und Glaube in der Gegenwart. Der Autor erörtert die paradoxe Situation, dass Glaube an Gott in modernen Gesellschaften als kontroverser gilt als unkonventionelle Lebensstile.
- Zentrales Argument
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Der Autor argumentiert, dass der Glaube an Gott in der heutigen Zeit stigmatisiert ist, obwohl Glaube und kirchliche Mitgliedschaft zwei verschiedene Dinge sind. Er plädiert dafür, dass authentischer Glaube nicht an Orte oder Rituale gebunden ist und dass der moderne Mensch den Mut haben sollte, an Gott zu glauben, unabhängig von formalen religiösen Strukturen.
- Kernthese
- Glaube an Gott ist in der modernen Zeit nicht rational unmöglich, sondern erfordert nur den Mut, sich dazu zu bekennen, und ist unabhängig von kirchlichen Institutionen und deren Ritualen möglich.
- Relevante Konzepte
- Empfohlen für
- Allgemeine Leserschaft, religiös interessierte Personen, Personen mit Interesse an Religionssoziologie und modernem Verhältnis zur Religion
- Einordnung durch den Autor
- Populäre Religionsphilosophie, gesellschaftskritischer Essay, Religionssoziologie
- Verweise im Text
Hätte ich an manchem Partyabend gesagt ich würde darauf stehen mich auspeitschen zu lassen oder es lieben alte Socken zu küssen, es wäre weniger kontrovers diskutiert und überraschend zur Kenntnis genommen worden.
Gott? What the fuck? Beten?
Meist folgte auf meine Aussage, dass ich glaube, die unvermeidliche Frage ob ich denn auch noch Kirchenmitglied sei. Die zweitschockierenste Antwort lautet dann von mir, dass ich Katholik bin. Glauben und Protestant sein, oder Muslim oder Jude wäre ok, aber katholisch?
Lassen wir mal das katholisch sein weg, es ist für mich eine Mitgliedschaft wie in einem Verein. Ich kenne die Regeln, zahle meine Mitgliedgebühren und lasse mir meine zeitlichen Sünden via TV an Ostern und Weihnachten vergeben. Ab und an gehe ich auch in die Kirche, weil es mir ein gutes Gefühl gibt. Trotzdem finde ich nicht alles gut was in der „Mutter Kirche“ so passiert, aber als Mitglied der SGE finde ich auch nicht immer alles bestens.
Nur wer mitmacht, der darf auch kritisieren. Ist überall so, auch in der Kirche.
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Zurück zum „ich glaube“!
Glauben ist für viele Menschen etwas geworden, was irgendwie komisch ist, weil es nichts mit der Zeit zu tun hat, in der wir leben. Warum dies so ist, ich kann die Frage gar nicht beantworten. Auf meine Gegenfrage warum den nicht geglaubt wird, gibt es meistens keine Antwort. Am meisten höre ich dann „Ich kann mit der Kirche nichts anfangen“. Was hat Kirche mit Glaube zu tun? Es werden Riten vorgegeben und ein Ort an dem Gottesdienste gefeiert werden, ja klar, aber es geht ja nicht um das Glauben an eine Kirche, sondern um das an Gott glauben.
Heute an Gott glauben ist nicht schwer, man muss es sich einfach nur trauen. Ob ich dabei in eine Kirche gehe, oder einfach eine Blume anschaue ist, so ist zumindest meine Meinung, Gott ziemlich egal.
In diesem Sinne: Einen schönen Sonntag für Euch alle.
Bild: Shutterstock
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