Völker der Welt – Schaut auf diese Radwege!

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Völker der Welt – Schaut auf diese Radwege!

By herr meier ⋅ 18. Juni 2013 ⋅ Post a comment

Filed Under  fahrrad, frankfurt, greencity, radwege

Frankfurt ist eine Autostadt, unser Verkehrsminister sieht sich als Advokat der Autofahrer und der ADAC hat in Ostdeutschland mehr Mitglieder als die katholische Kirche, da muss es niemanden wundern, wenn ich mich als Radfahrer in Frankfurt unwohl fühle(n) muss.

Es beginnt schon alleine damit, dass in dieser unserer Stadt die Radwege oft im Nirwana enden, oder gerade dann wenn es wichtig wäre in eine vielbefahrene Straße münden. Radfahrer sollen sich in dieser Stadt nicht sicher und schon gar nicht wohl fühlen, dieser Eindruck entsteht bei mir jeden Tag.

Die Radwege in dieser Stadt werden regelmäßig zugeparkt, einen Polizisten habe ich noch nie gesehen, wenn Radwege als Parkplatz benutzt werden, aber wenn ein Radler kein Licht am Rad hat, dann sind in der Zwischenzeit die Damen und Herren der Stadtpolizei schnell dabei. Hier müsste zumindest Gerechtigkeit bei der Verfolgung der Delikte herrschen. Radwege zuparken ist eine Gefährdung der Radfahrer, ebenso wie ein Rad ohne Licht.

Viele Radwege sind auf dem Stand als Oma und Opa am Wochenende mal mit dem Dreigangrad einen Sonntagsausflug gemacht haben, das ist ungefähr so, als ob die A5 auf Höhe von Frankfurt sich im Zustand einer Kreisstrasse im Hintertaunus befinden würde.

Radfahrer nutzen ihre Fahrräder heute als Verkehrsmittel und Sportgerät, mache Räder sind fast so teuer wie der Zeitwert mancher Autos die ihnen das Leben schwer machen. Politiker in Frankfurt reden immer gerne und viel über die lebenswerte Stadt am Main, auch die GRÜNEN, aber einen lebenswerten Individualverkehr können und wollen sie offenbar nicht schaffen. Das Auto ist des Frankfurter Politikers liebstes Kind, Radfahrer, Fußgänger und selbst Busse und Bahnen stören da nur auf den schönen Strassen der €City.

Der Wettbewerb der Städte hat heutzutage auch viel mit einer gesunden Portion von lebensnaher Verkehrspolitik zu tun, da ist die Bevorzugung von PKWs nicht die richtige Lösung. Radfahrer & öffentlicher Personennahverkehr müssen in modernen Städten gefördert werden. Radfahrer müssen sicher und auf ordentlichen Wegen ihre Ziele erreichen können. Busse und Bahnen müssen Vorrang vor dem Individualverkehr haben und Bahnhöfe und Haltestellen dürfen nicht zu Müllkippen verkommen und nachhaltig nicht gepflegt werden. Es ist der beste Beweis dafür, dass unsere Politiker sich wohl morgens und abends in der Limo durch die Stadt fahren lassen, anstatt sich unter die Bürger auf die Gehsteige und Radwege zu mischen, sonst wüssten sie wo Frankfurts Bürger jeden Tag zu halsbrecherischen Fahrmanövern gezwungen werden, weil mal wieder ein Radweg eingeparkt ist.

Ihr Völker der Welt! Schaut auf diese Stadt und erkennt, daß ihr diese Stadt und dieses Volk nicht dem Auto preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!

Bildrechte: Stadt Frankfurt am Main

auch lesenswert:

Der natürliche Feind des Radlers: Der SUV und der Radweg Radweg oder Parkplatz? Das tägliche Dilemma auf Frankfurts Straßen Busspurenzusteller und Fahhradwegparker Immer diese kleinen Weinflaschen – eine Magnum muss her!

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Discussion

One Response to “Völker der Welt – Schaut auf diese Radwege!”

Jeden Tag erlebe ich wie gefährlich es in Frankfurt sein kann. Ich komme aus Richtung Süden, fahre über die Brücke gen Norden und beim Ex-Arbeitsamt wird es lebensgefährlich, auf der Hanauer parken die Anlieferungslaster mit einer Selbstverständlichkeit, als ob der Radweg eine Entladezone sei. Es ist aber in vielen Städten so, als Radler hast du keine Lobby, auch nicht als S-Bahnnutzer. Meine Kollegen und Kolleginnen aus Frankreich und England sind immer wieder entsetzt darüber, dass die Nutzung der Bahn in Deutschland einem sozialen Makel gleich kommt. Wer nicht mit dem eigenen Auto zur Arbeit kommt gilt als “arm” und hat Probleme. Undenkbar in London und Paris.

Posted by Maria | 19. Juni 2013, 9:36 Reply to this comment

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Die Frankfurter Stadtpolitik bevorzugt den Autoverkehr systematisch gegenüber Radfahrern und dem öffentlichen Personennahverkehr, obwohl eine moderne, wettbewerbsfähige Stadt Fahrradinfrastruktur und ÖPNV aktiv fördern müsste.

gilt  ·  seit 18.06.2013

Frankfurter Radwege werden regelmäßig zugeparkt, ohne dass die Stadtpolizei einschreitet, während Radfahrer ohne Licht konsequent verfolgt werden – das ist eine ungerechte und für Radfahrer gefährliche Praxis.

gilt  ·  seit 18.06.2013

Frankfurter Politiker kennen die alltäglichen Probleme von Radfahrern und Fußgängern nicht aus eigener Erfahrung, weil sie sich überwiegend mit dem Dienstwagen fortbewegen.

gilt  ·  seit 18.06.2013

Der bauliche Zustand der Frankfurter Radwege entspricht nicht den Anforderungen moderner Alltagsmobilität, weil die Infrastruktur seit Jahrzehnten nicht substanziell erneuert wurde.

gilt  ·  seit 18.06.2013

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