Aktuell wird intensiv darüber diskutiert, welche Texte überhaupt noch in Zeitungen erscheinen dürfen, weil sie potenziell oder nachweislich mit KI-Unterstützung verfasst wurden. Einer der klügsten Vorschläge hierzu lautet schlicht: Transparenz.
Nach dem Motto: „Hallo, mein Name ist Micky Mouse (Journalist) und mir hat in diesem Fall Klaus die Maus (die KI) bei der Erstellung geholfen.“ Damit wäre völlig klar, wer die Autorenschaft hält und wer als digitaler Co-Autor fungiert hat. Der Transparenzpflicht wäre Genüge getan. Ein pragmatischer Ansatz.
Doch wie sieht das in anderen Branchen aus – zum Beispiel in der Agentur- und Medienwelt? Hier gehört der Einsatz von KI, insbesondere bei der Erstellung von Kundenpräsentationen, längst zum Alltag.
Müssten Agenturen ihren Kunden dann konsequent mitteilen: „Dieses Pitch-Deck wurde von unserem Team ‚Zeppelin Delta Alpha‘ entwickelt – in Zusammenarbeit mit Klaus der Maus. Klaus hat übrigens auch das komplette Design übernommen, bevor unser Trainee noch einmal drübergeschaut hat.“?
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Ist das die Art von Transparenzpflicht, der wir uns bald stellen müssen? Und wäre es nicht folgerichtig, sich genau darüber Gedanken zu machen: Wann wurde was mit KI erstellt und an den Kunden geschickt?
Ich weiß nicht, ob diese Diskussion in der Kommunikationsbranche schon aktiv geführt wird. Aber in einem Metier, in dem täglich Tausende von Präsentationen gehalten werden und in dem mit Sicherheit bereits Unmengen an Agentur-Präsentationen in eigene Sprachmodelle geflossen sind, um neue Vorlagen zu generieren, ist diese Frage überfällig. Sollte die Transparenzpflicht nicht auch hier ansetzen? Oder wie seht ihr das?
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🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen
Agenturpräsentationen fließen in erheblichem Umfang bereits in Sprachmodelle ein und dienen dort als Grundlage für die Generierung neuer Vorlagen, was die Dringlichkeit einer Regulierung erhöht.
gilt · seit 17.06.2026
Die im Journalismus diskutierte Transparenzpflicht beim KI-Einsatz muss konsequenterweise auch für Agenturen und die Kommunikationsbranche gelten, die KI bereits routinemäßig bei der Erstellung von Kundenpräsentationen einsetzen.
präzisiert · seit 17.06.2026 bis 17.06.2026
In der Agentur- und Medienwelt ist eine öffentliche Debatte über den verpflichtenden Offenlegung von KI-Einsatz gegenüber Kunden bislang überfällig und wird noch nicht ausreichend geführt.
gilt · seit 17.06.2026
Jede These ist ein Knoten im Kontext-Graphen von meiersworld.de: mit Gültigkeit, Belegen und Nachfolger, falls sie revidiert wurde.
