Es geht auch kurvig – Ashley Graham ist der Beweis

Wenn Frauen sich als Bikinimodel zeigen, bzw. wir sie zu sehen bekommen, dann sind es meist dünne und durchtrainierte Mädels. Problematisch ist dabei, dass die wenigsten Frauen von Mutter Natur so geschaffen wurden, sondern ab und an etwas mehr auf den Rippen haben als die Magergirls auf den Laufstegen.

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Texttyp
Blogbeitrag/Meinungsartikel
Besprochenes Werk / Thema
Die Darstellung von Plus-Size-Models in der Modebranche, insbesondere am Beispiel von Ashley Graham bei Sports Illustrated. Der Text kritisiert die jahrzehntelange Dominanz von ultradünnen Models und würdigt die erste Plus-Size-Model auf dem Cover.
Zentrales Argument
Die Modeindustrie präsentiert ein unrealistisches Schönheitsideal, das die Mehrheit der Frauen ausschließt. Ashley Grahams Durchbruch bei Sports Illustrated nach 50 Jahren repräsentiert einen wichtigen Wendepunkt hin zu mehr Diversität und Realismus in der Modewerbung. Allerdings zeigt sich die Inklusivität noch immer halbherzig, wie die Titelseite mit Hannah Davis verdeutlicht.
Kernthese
Ashley Grahams Aufstieg zur ersten Plus-Size-Covergirl von Sports Illustrated nach fünf Jahrzehnten ausschließlich dünner Models markiert einen Wendepunkt in der Modeindustrie, offenbart aber auch deren andauernde Vorbehalte gegen größere Körperformate.
Relevante Konzepte
KörperidealePlus-Size-ModeSchönheitsstandardsDiversität in der WerbungKörperrepräsentationModeindustrieGeschlechterbilder
Empfohlen für
Interessierte an Modegeschichte, Geschlechterforschung, Medienkritik, Konsumkritik
Einordnung durch den Autor
Kulturkritik/Medienkritik, Geschlechterforschung, Mode- und Werbeindustrie
Verweise im Text
blogg.de Artikel zu Plus-Size-ModeVictoria's Secret KontroversenLane Bryant Werbekampagnen
Entitäten
Person: Ashley GrahamPerson: Hannah DavisPerson: Ben WattsUnternehmen: Sports IllustratedUnternehmen: Lane BryantUnternehmen: Victoria's Secret

Passende Bademode zu finden ist daher nicht immer leicht, wenn einem ein Idealbild vorgespielt wird, welches mit der Realität wenig zu tun hat. Dies gilt nicht nur für Bikinis, auch sonst ist das Thema Dessous & Reizwäsche für Mädels mit normalen Format (was in der Werbeindustrie als Plus-Size gilt) ein schmaler Grad. Da ist es wohltuend was nun in den USA bei der berühmten Zeitschrift Sports Ilustrated passiert ist, denn dort ist ie Amerikanerin Ashley Graham das erste Plus-Size-Model, das für die Bikinimode des ‚Sports Ilustrated Swimsuit Issue‘ wirbt. 50 Jahre lange waren nur dünne, durchtrainierte Models zu sehen. Eine kleine Änderung mit womöglich großer Wirkung, bei den Kollegen von blogg.de wurde die Thematik bereits vor einer Weile thematisiert.

Ganz konnte sich die Sports Illustrated nicht ganz zum neuen Normalen bekennen, denn auf der Titelseite ist nicht Ashley Graham zu sehen, sondern ein Model mit den üblichen „nicht Rundungen“: Auf dem Cover lächelt die sehr blonde, sehr große, sehr dünne Hannah Davis. Starfotograf Ben Watts hat die 24-Jährige im knappen Triangel-Bikini abgelichtet, das Höschen hat sie mit beiden Händen so weit heruntergezogen, dass ihr Bild auf Twitter mit dem Hashtag #Vagina geteilt wird.

Ashley Graham hat bereits Erfahrungen als Plussize-Bikini-Model sammeln können, allerdings ziemlich negative, denn sie wurde aus dem Programm gestrichen als die Amerikanerin mit Konfektionsgröße 46 für Dessous der Marke Lane Bryantwarb. Der Spot durfte nur nach 21 Uhr ausgestrahlt werden. „Die Victoria’s Secret Models können den ganzen Tag in Unterwäsche herumhüpfen. Aber wenn es darum geht, eine fülligere Frau zu zeigen, wird der Spot gestrichen“, beschwerte sich Graham damals zurecht.

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Themen: Die Darstellung von Plus-Size-Models in der Modebranche, insbesondere am Beispiel von Ashley Graham bei Sports Illustrated. Der Text kritisiert die jahrzehntelange Dominanz von ultradünnen Models und würdigt die erste Plus-Size-Model auf dem Cover., Körperideale, Plus-Size-Mode, Schönheitsstandards, Diversität in der Werbung, Körperrepräsentation, Modeindustrie, Geschlechterbilder, Ashley Grahams Aufstieg zur ersten Plus-Size-Covergirl von Sports Illustrated nach fünf Jahrzehnten ausschließlich dünner Models markiert einen Wendepunkt in der Modeindustrie, offenbart aber auch deren andauernde Vorbehalte gegen größere Körperformate., Interessierte an Modegeschichte, Geschlechterforschung, Medienkritik, Konsumkritik, Kulturkritik/Medienkritik, Geschlechterforschung, Mode- und Werbeindustrie

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Fünf Jahre später hat sie geschafft was in 50 Jahren noch keinem anderen Model ihrer Größe gelungen ist, sie ist die Nummer Eins in der „Sports Ilustrated Swimsuit Issue“. Unter dem Hashtag #curvesinbikinis gibt es mehr zu sehen und natürlich gibt es auch im Netz Shops für Bademode á la Graham.

== 4 Kommentare ==

jowiha 6. Februar 2015

Kurven müssen sein auch im Bikini 😉 Antworten

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🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen

Das Ideal schlanker und durchtrainierter Körper in der Modewerbung entspricht nicht der körperlichen Realität der meisten Frauen und erschwert diesen die Orientierung beim Kauf von Bademode und Dessous.

gilt  ·  seit 06.02.2015

Die Entscheidung der Sports Illustrated, Ashley Graham als erstes Plus-Size-Model in der Swimsuit Issue zu zeigen, ist ein bedeutsamer Schritt, den das Magazin jedoch durch die Wahl eines konventionell schlanken Models für das Titelcover wieder relativiert.

gilt  ·  seit 06.02.2015

Die ungleiche Behandlung von Plus-Size-Models gegenüber schlanken Models in der Werbung — exemplarisch an der Beschränkung des Lane-Bryant-Spots mit Ashley Graham auf die Spätsendezeit — ist eine ungerechtfertigte Diskriminierung.

gilt  ·  seit 06.02.2015

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