Land auf und Land ab ist die Aufregung groß, denn es soll sogenannte Influencer geben die ihre Zahlen frisiert haben und zwar so stark, dass sogar die Tuningmesse ihnen schon eine eigene Halle anbieten wollte.
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- Texttyp
- Kritischer Meinungsbeitrag/Blogpost
- Besprochenes Werk / Thema
- Kritik an betrügerischen Praktiken von Influencern, die ihre Reichweiten manipulieren und Werbekunden täuschen. Der Text analysiert die Probleme des Influencer-Marketings und die mangelnde Kontrolle in der Branche.
- Zentrales Argument
-
Influencer-Betrug durch gefälschte Follower und Reichweiten ist ein systematisches Problem der Onlinebranche, das durch mangelnde rechtliche Verfolgung und fehlende unabhängige Kontrollen begünstigt wird. Solange die Reichweitenmessung von den Anbietern selbst erfolgt und es keine unabhängigen Kontrollinstanzen gibt, wird sich dieses Problem nicht lösen lassen.
- Kernthese
- Ohne unabhängige, einheitliche Kontrolle der Social-Media-Reichweiten durch externe Institute werden betrügerische Influencer (Fakeulencer) weiterhin Werbekunden täuschen können.
- Relevante Konzepte
- Empfohlen für
- Werbe- und Marketingfachleute, Agenturen, Werbekunden, Social-Media-Manager, Branchenkritiker
- Einordnung durch den Autor
- Digital-Marketing, Medienkritik, Onlinebranche, Werbebranche
- Verweise im Text
- Entitäten
Warum wir diese Leute nicht loswerden, darüber habe ich mir ein paar Gedanken gemacht:
Was es mit den Influencer auf sich hat die nur wegen ihrer schieren Größe gebucht werden, hatte ich schon vor einiger Zeit aufgeschrieben (steht hier bei der LEAD-Digital), aber deshalb hat sich das Problem nicht in Luft aufgelöst, was auch daran liegt, weil unbequeme Wahrheiten in der Marketingbranche ungern offen diskutiert werden, sondern lieber durch Vorträge mit Hurraeffekt wegpräsentiert werden. Es wäre ja auch extrem unvorteilhaft die anwesenden Kunden im Auditorium der diversen Blog/Influencer/Marketing-Tralala-Veranstaltungen mit eher nicht so rosigen Themen aus dem teuer erkauften „Offsite“-Office-Day-Schlaf zu wecken. Am Ende buchen die im nächsten Jahr kein überteuertes Special-Influencer-Kennenlern-Paket mit gemeinsamen Kick-Off-Croissant mehr, sondern beschäftigen sich mit echten Persönlichkeiten die tatsächlich Einfluss auf die Meinungsbildung ihrer Leserschaft haben – Nicht auszudenken!
Die Hütchenspieler unter den Influencern
Ist es wirklich neu Reichweite zu faken, und auf diese Art vom Influencer zum Fakeulencer zu werden?
Es ist nicht wirklich neu, dass in der digitalen Welt betrogen wird. Klickbetrug, Leadbetrug, Seitenaufrufe durch Robots, Newsletterscheinanmeldungen, Cookiedropping, Ad Fraud, Affiliatebetrug, etc..
Die Liste der Möglichkeiten sich zu bereichern ist in der Onlinebranche endlos lang und wer einmal auffliegt findet schnell einen Gutachter der einen ahnungslosen Richter davon überzeugt, dass automatisch erzeugte Clicks auch Clicks sind (habe ich vor Jahren mal als Zeuge beim LG Karlsruhe mit erleben dürfen).
Nun haben eben eine Menge Leute Instagram & Co. für sich und den Betrug am Werbekunden entdeckt, warum auch nicht, denn bisher, mir ist zumindest kein Urteil bekannt, wurde jemals ein Onlinemarketinggelderabbschöpfer rechtskräftig verurteilt.
Es ist so einfach sich ein paar Follower mehr zu kaufen und damit eine Blendgranate der eigenen Reichweitenherrlichkeit ins Rund der Werbetreibenden und ihrer Agenturen zu werfen, damit diese dann, auch weil sie darauf konditioniert sind, die größten Reichweiten für sich und die nächste Kampagne buchen.
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Themen: Kritik an betrügerischen Praktiken von Influencern, die ihre Reichweiten manipulieren und Werbekunden täuschen. Der Text analysiert die Probleme des Influencer-Marketings und die mangelnde Kontrolle in der Branche., Influencer-Marketing, Reichweitenbetrug, Fakeulencer, Onlinebetrug, Transparenz, Werbekunden, Social Media, unabhängige Reichweitenmessung, Ad Fraud, Marktüberwachung, Ohne unabhängige, einheitliche Kontrolle der Social-Media-Reichweiten durch externe Institute werden betrügerische Influencer (Fakeulencer) weiterhin Werbekunden täuschen können., Werbe- und Marketingfachleute, Agenturen, Werbekunden, Social-Media-Manager, Branchenkritiker, Digital-Marketing, Medienkritik, Onlinebranche, Werbebranche
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Die richtig guten Fakeluencer agieren dabei so geschickt wie Hütchenspieler auf den deutschen Einkaufsmeilen und haben fast im wöchentlichen Takt ein neues Profil für ihre geblendeten Kunden im Angebot. Mit spielerischer Leichtigkeit gelingt es ihnen diese über ihre wirklichen Absichten hinwegzutäuschen und so betrügen sie auch weiterhin vor sich hin, denn solange es keine wirklichen Auswirkungen hat und mancher dieser Hütchenspieler einfach weiterziehen kann, wird auch das Gejammer der Mitbewerber nichts daran ändern.
Ändern wird sich erst dann etwas, wenn es eine einheitliche Kontrolle der Social-Media-Reichweiten gibt. Dabei darf aber nicht der Fehler gemacht werden, der z.B. bei der AGOF in Sachen Displayreichweiten gemacht wurde. Ein elitärer Club von Anbietern die sich ein Logo und die teuren Mitgliedschaften leisten können, sorgen nicht für Transparenz, sondern sie verhindern nur einen echten Marktüberblick.
Solange die Kontrolle durch die Anbieter selbst erfolgt und ihre selbst gemessenen Zahlen und Reichweiten die Bais für Influencerkampagnen sind, werden wir die Fakeulencer auf Dauer nicht los.
Vielleicht hätten ja die Werbetreibenden Interesse daran ein unabhängiges Institut zur Reichweitenmessung zu finanzieren, denn sie würden am meisten davon profitieren.
Bild: Shutterstock
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🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen
Eine unabhängige, von Werbetreibenden finanzierte Kontrollinstanz für Social-Media-Reichweiten ist die notwendige Voraussetzung, um Fakeulencer dauerhaft aus dem Markt zu verdrängen, da herstellergesteuerte Selbstkontrolle wie die AGOF keinen echten Marktüberblick schafft.
gilt · seit 03.05.2017
Betrug mit gefälschten Reichweiten durch sogenannte Fakeulencer ist kein neues Phänomen, sondern reiht sich in eine lange Geschichte digitalen Betrugs ein, zu der Klickbetrug, Ad Fraud und Affiliatebetrug gehören.
gilt · seit 03.05.2017
Die Marketingbranche diskutiert das Problem gefälschter Influencer-Reichweiten nicht offen, weil eine ehrliche Auseinandersetzung das lukrative Geschäft mit Influencer-Kampagnen gefährden würde.
gilt · seit 03.05.2017
Fakeulencer werden solange nicht verschwinden, wie es keine rechtlichen Konsequenzen für Reichweitenbetrug gibt, da bisher kein Onlinemarketingbetrüger rechtskräftig verurteilt wurde.
gilt · seit 03.05.2017
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