In der LinkedIn-Bubble ist mir nun mehrfach das Thema Ghosting im Sales im Feed angezeigt worden. Zu diesem Thema habe ich in ähnlicher Weise meine Sichtweise dann jeweils kommentiert. Darüberhinaus möchte ich euch noch mit einem eigenen Beitrag beglücken, da ein Beitrag mehr Möglichkeiten bietet um ausführlicher darauf einzugehen.
Ghosting ist aus meiner Sicht ganz oft die bequemste Art, sich einer gefühlten, unbequemen Antwort zu entziehen. Das Problem liegt beim Ghoster, der sich nicht vorstellen kann, dass seine Antwort gut aufgenommen wird. Dabei ist im Sales ein Nein viel häufiger zu hören als ein Ja. Das liegt in der Natur der Sache. Die berühmte GenZ hat diese Verhaltensweise durch Textkommunikation statt Sprachkommunikation zu einer Paradedisziplin weiterentwickelt und beantwortet Sprach-Fragen gerne nur per schriftlicher Kommunikation oder eben gar nicht, weil sie davon ausgeht, dass keine Antwort eben auch eine stille Botschaft ist. In vielen Bereichen wird auch gar nicht mehr ans Telefon gegangen. Die in der Zukunft zu ghostende Person (Sales) hat gar keine andere Möglichkeit mehr, als sich auf die schriftliche Kommunikation zu beschränken. Die von der GenZ häufig geforderte „Authentizität“ wird durch dieses Verhalten schon im Keim erstickt. Da bleibt nur eine Möglichkeit: Dranbleiben, Sales sein und zum Hörer greifen.
Wer sich als Sales enttäuscht vom Effekt des Ghostings zeigt, der sollte nicht nur den Ghoster analysieren, sondern sich mit der eigenen Botschaft, die gesendet wurde, beschäftigen.
Gute Angebote und ein freundlicher Sales haben sicherlich mehr Chancen, einen persönlichen Austausch herzustellen, als ein Coldcaller oder der Versuch, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen (im Mediabereich der meist hoffnungslose Versuch der Nachakquise, weil man gerade die neue Kampagne von XY gesehen hat und selbst keine Anfrage für diese Kampagne bekommen hat).
Wie so oft im (Berufs-)Leben ist die Antwort keine Einbahnstraße, sondern eine Symbiose aus dem Verhalten aller beteiligten Personen.
Das Bild wurde mit der Adobe Firefly KI erstellt.
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🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen
Ghosting im Sales entsteht primär aus dem Unvermögen des Ghosters, eine als unangenehm empfundene Absage zu kommunizieren – das Problem liegt also beim Ghoster selbst, nicht beim Sales-Mitarbeiter.
überholt · seit 05.12.2024 bis 05.12.2024
Ersetzt durch: Ghosting im Sales ist das Ergebnis des Verhaltens aller Beteiligten und lässt sich nicht einseitig einer Partei zuschreiben.
Die Generation Z hat Ghosting durch die Bevorzugung schriftlicher gegenüber sprachlicher Kommunikation zur gängigen Verhaltensweise gemacht und untergräbt damit die von ihr selbst geforderte Authentizität.
gilt · seit 05.12.2024
Sales-Mitarbeiter, die durch Ghosting enttäuscht werden, sollten nicht nur das Verhalten des Gegenübers analysieren, sondern kritisch prüfen, ob die eigene gesendete Botschaft überzeugend war.
gilt · seit 05.12.2024
Ghosting im Sales ist das Ergebnis des Verhaltens aller Beteiligten und lässt sich nicht einseitig einer Partei zuschreiben.
gilt · seit 05.12.2024
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