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- Texttyp
- Blogbeitrag/Meinungsartikel
- Besprochenes Werk / Thema
- Kritik an Google-Abhängigkeit und SEO-Mythen in der Bloggerei
- Zentrales Argument
-
Blogger sollten sich auf Inhaltsqualität konzentrieren statt Google-Ranking zu optimieren
- Kernthese
- Google ist nicht der Qualitätsmessstab für Blogs; Inhalte und Leserinteresse sind entscheidend.
- Relevante Konzepte
- Empfohlen für
- Blogger, Content-Ersteller, Digital-Marketing-Interessierte
- Einordnung durch den Autor
- Kritische Analyse der Suchmaschinenoptimierung und Google-Industrie
- Verweise im Text
- Entitäten
Als ich vor zehn Jahren meinen ersten Blog startete, hatte ich keine Ahnung von Suchmaschinenoptimierung. Ich wusste es gibt Google und die finden Webseiten im Netz und zeigen die auf ihrer Ergebnisseite an. Dann gab es da noch yahoo und ask.com. Die gibt es auch heute noch und es gibt immer noch Google…und Bing.
Google hat eine ganze Industrie rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung entstehen lassen. Es gibt wahre Götter auf diesem Gebiet, sie sprechen nur ein Wort und schon wird deine Seite gerankt. Fast jeder Webseitenbetreiber/Blogger möchte, dass sein Blog von einem dieser Halbgötter berührt wird, denn vielen Bloggern ist Google heilig. Nur was Google sagt ist gut und muss befolgt werden. Dies ist ein fataler Irrtum der bei manchen Blogger dazu führt, dass vermutet wird Google würde Gesetze machen und die müssten befolgt werden.
Es ist also Zeit sich mit einigen dieser Legenden zu beschäftigen
Die Gesetzeslegende
Immer wieder lese ich ihn Foren, Blogs und auf Facebook wie verzweifelte Bloggerinnen (oft sind es junge Frauen die sich der Mode-, Lifestyle-, Gutschein-, Food- oder Lebensproblematik-Bloggerei verschrieben haben) nach einer Lösung für Do-Follow und No-Follow Problematiken suchen, weil wieder eine Agentur bei ihnen angefragt habe, ob es einen Artikel mit do-follow geben könnte.
Der Aufschrei ist meist auch ohne Lautsprecher vor dem Bildschirm hörbar, denn sobald das Wort do-follow im Zusammenhang mit Google geschrieben wird, beginnt meist ein Kommentarsturm in dem dann immer wieder die Gesetzeslegende neuen Schwung bekommt. Google habe do-follow im Zusammenhang mit bezahlten Artikeln verboten und Google würde einen bestrafen.
Google ist ein Wirtschaftsunternehmen und betreibt eine Suchmaschine und nebenbei verdienen sie Milliarden von Dollar mit dem Verkauf von Keywords, aus diesem Grund mag es Google nicht so gerne, wenn andere Menschen etwas von diesem Kuchen abbekommen.
Deshalb mag Google Verlinkungen aus redaktionellen Texten auch nicht so gerne, denn die sind so etwas ähnliches wie Keywords (im weitesten Sinne) und aus diesem Grund wurde die do-follow und no-follow-Regel erstellt. Begründet wird diese dann mit dem Algorithmus von Google und das dieser durcheinander gebracht wird, wenn diese Regel nicht eingehalten wird.
Böse Spammer machen es der lieben Suchmaschine schwer zwischen einer guten Webseite und einer bösen Linkschleuder zu unterscheiden. Das ist natürlich Blödsinn, denn Google kann schon unterscheiden ob eine Webseite sich ausschließlich der Spammerei widmet oder ob hier auch noch andere Ziele verfolgt werden. No-Follow und Do-Follow können Anhaltspunkte sein, aber sie sind vor allem ein probates Mittel um die eigenen wirtschaftlichen Interessen zu schützen.
Google kann nicht auf die Konten der Blogger und Webseitenbetreiber schauen, daher wissen sie auch nicht, ob Geld für einen Beitrag geflossen ist.
Sollte Geld für die Erstellung eines Artikels gezahlt worden sein, dann hat der Gesetzgeber in Deutschland dafür eine Regel ins UWG geschrieben. Dort ist klar geregelt wie ein bezahlter Text in einem redaktionellen Medium, also auch einer Webseite/Blog, gekennzeichnet werden muss.
Das ist die Regel die es zu beachten gibt. Dies ist ein Gesetz und alles andere sind Regeln die ein Unternehmen vorgibt, welches sich vor allem mit manchen seiner Regeln vor Wettbewerb schützen möchte.
Google entscheidet ob mein Blog gut ist
Eine der anderen Legenden aus dem Reich der Suchuntoten ist die, wonach Google über die Qualität eines Blogs entscheidet. Google entscheidet nur darüber ob ein Blog im Sinne ihres Algorithmus gerade Sinn macht oder nicht, denn nur wenn in der Trefferliste von Google auch relevante Ergebnisse erscheinen wird Google genutzt und wenn wir alle möglichst viel Inhalte bei Google abliefern, dann klingelt dort auch die Kasse und bei uns Bloggern die Seitenaufrufstatistik (die meist auch von Google kommt).
Ob ein Blog inhaltlich gut ist, oder ob einer der SEO-Götter seine Hände am Code (meist nicht mal am Text) hatte, ist eine Entscheidung der Leser und nicht die einer Maschine.
Natürlich macht es Sinn, seine Webseite auch konform zu den Regeln der Suchmaschinen (gibt ja nicht nur Google) zu gestalten, aber wer eine redaktionelle Webseite betreibt, der sollte auf Inhalte achten und nicht nur Codeschnipselei betreiben, denn sobald Google einfällt statt eines Pandas einen Gorilla durch das Netz zu treiben ist sowieso alles für die Katz, außer für die SEO-Götter, denn die können dann aus einem anderen Kapitel der Suchbibel predigen und ihre Anhänger werden ihnen bis zum nächsten Zooaufenthalt folgen und folgen. Wer jetzt das Bild des Rattenfängers aus Hameln vor Augen hat, der hat schon viel über die SEO/Google-Industrie verstanden. Wobei die Salesleute der SEO-Agenturen in den letzten Monaten auch die Facebookmelodie ziemlich gut beherrschen.
Google ist böse
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb Google sei böse und bei Axel Springer ging die Angst um. Google ist bei ASV einer der größten Werbepartner, aber bisher dachte ich immer Respekt sei das was man vor einem Geschäftspartner haben sollte, aber Angst? Und in der Frankfurter Hellerhofstrasse streift das Gespenst des ewigen Wettbewerbs durch die Gänge, dabei ist man dort im regionalen Anzeigenmarkt selbst ein kleiner Google, wenn auch nur im schrumpfenden Markt der Printanzeigen.
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Themen: Kritik an Google-Abhängigkeit und SEO-Mythen in der Bloggerei, SEO, Do-Follow/No-Follow, Suchmaschinenoptimierung, Blogger, Algorithmus, Google ist nicht der Qualitätsmessstab für Blogs; Inhalte und Leserinteresse sind entscheidend., Blogger, Content-Ersteller, Digital-Marketing-Interessierte, Kritische Analyse der Suchmaschinenoptimierung und Google-Industrie
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Google ist nur deshalb böse, weil es erfolgreich ist. Aus diesem Grund fürchtet sich auch Herr Döpfner vor Google. Verlage die über eine lange Zeit mit dem bedrucken von Papier viel Geld verdient haben und das Internet als eine Laune der Natur betrachteten, haben heute die Hosen gestrichen voll vor diesem Internet. Denn, mit diesem Internet, ist es möglich viel Geld zu verdienen. Geld das früher in der eigenen Kasse geklingelt hat und nun eben, nahezu unversteuert und als double sandwich getarnt, die Schatzkammer von Larry Page und seinen 40 Steuerberatern überquellen lässt.
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Google ist eben in dem was es tut sehr gut und vor allem sehr konsequent. Für Nutzer ist Google nicht immer ein Segen, weil wir es mit einem zu mächtigen Torwächter beim Thema Suche zu tun haben, aber viele Angebote des US-Unternehmens machen uns heute das Leben leichter und verändern eben die Welt und wie wir Dinge nutzen. Medienhäuser und Verlage der alten Schule haben zu lange von oben auf die Datenströme geschaut und sind heute ratlos was sie, außer Kooperationen einzugehen um ein paar, manchmal große, Krümel abzubekommen noch tun sollen.
Aus diesem Grund ist Google böse, weil wir es nicht nutzen sollen, denn dann wäre die Welt für manchen wieder in Ordnung.
Blogger die auf Google starren
Die Fixierung mancher Blogger auf Google und seine Dienste ist fatal, denn damit gehen gute Inhalte verloren. Wer sich als Fashionblogger mehr darum kümmert bei Google gefunden zu werden, anstatt schöne Outfits zusammenzustellen, der muss sich nicht wundern, wenn das mit den Leserinnen und Lesern nicht klappt. Google ist kein Allheilmittel für Erfolg. Wer Dinge schreibt die niemand lesen möchte, dann hilft auch ein kurzfristiger Sprung in die Suchergebnisse nichts, denn er wird folgenlos bleiben.
Blogger sollten auf ihre Texte, Video und Bilder starren und ab und an mal in die Statistik schauen. Google schreibt niemanden vor wie Werbung zu gestalten ist, dies ist Aufgabe des Staates. Wer kreative Ideen und Texte abliefert, der wird auch mit seinem Blog Geld verdienen, aber in aller erster Linie sollte ein Blog als das gesehen werden was er in den meisten Fällen ist: Ein Hobby und kein Mittel um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Wer sich als Blogger dennoch für Pandas interessiert, die gibt es im Zoo.
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== 19 Kommentare ==
Sascha 16. Januar 2015
Dein Bericht spricht mir aus der Seele. Die problematik ist auch mir ein Dorn im Auge. Das problem kocht in letzter Zeit immer häufiger hoch.
Brauchen wir Google um Erfolg zu haben ? Ich glaube nicht
LG Sascha Antworten
Häufige Fragen zum Artikel
Welche rechtliche Regelung gilt in Deutschland für bezahlte Blogartikel?
Nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) ist klar geregelt, wie ein bezahlter Text in einem redaktionellen Medium wie einer Webseite oder einem Blog gekennzeichnet werden muss. Dies ist die verbindliche gesetzliche Regel, nicht die Do-Follow/No-Follow-Vorgaben von Google.
Warum bevorzugt Google No-Follow-Links bei bezahlten Artikeln?
Google erstellt die Do-Follow und No-Follow-Regel hauptsächlich zum Schutz seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen. Da Google Milliarden mit dem Verkauf von Keywords verdient, möchte das Unternehmen verhindern, dass andere von diesem Geschäft profitieren, indem Verlinkungen ähnlich wie Keywords funktionieren.
Wie entscheidet Google wirklich über die Qualität eines Blogs?
Google entscheidet nur darüber, ob ein Blog nach seinen Algorithmus-Kriterien relevant für Suchergebnisse ist, nicht über die inhaltliche Qualität. Die echte Qualitätsbeurteilung liegt bei den Lesern, nicht bei der Suchmaschine.
Warum ist Google aus Sicht von Medienunternehmen böse?
Medienunternehmen sehen Google als böse an, weil es erfolgreich ist und Werbegelder abzweigt, die früher in ihre eigenen Kassen flossen. Verlage der alten Schule betrachteten das Internet lange als Nebensache und sind nun ratlos, wie sie damit umgehen sollen.
Was ist der Hauptfehler von Bloggern, die sich zu sehr auf Google konzentrieren?
Blogger, die sich zu sehr auf Google-Rankings fokussieren statt auf gute Inhalte, verlieren Leser. Wer beispielsweise als Fashionblogger mehr auf SEO als auf schöne Outfits achtet, wird keinen Erfolg mit Lesern haben, da gute Inhalte das Fundament sind.
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🧭 Thesen dieses Artikels — und wo sie heute stehen
Googles No-Follow/Do-Follow-Regel dient primär dem Schutz von Googles eigenen wirtschaftlichen Interessen im Keyword-Geschäft und ist kein verbindliches Gesetz, sondern eine unternehmensinterne Richtlinie.
gilt · seit 16.01.2015
Für die Kennzeichnungspflicht bezahlter redaktioneller Inhalte ist ausschließlich das deutsche UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) maßgeblich, nicht die Richtlinien von Google.
präzisiert · seit 16.01.2015 bis 16.01.2015
Die Qualität eines Blogs wird von den Lesern bestimmt, nicht von Googles Algorithmus, der lediglich die algorithmische Relevanz einer Seite bewertet.
gilt · seit 16.01.2015
Die starke Fixierung von Bloggern auf Google-Rankings schadet der inhaltlichen Qualität ihrer Blogs und führt nicht nachhaltig zu Erfolg beim Publikum.
gilt · seit 16.01.2015
Traditionelle Medienhäuser und Verlage betrachten Google vor allem deshalb als Bedrohung, weil Google ihnen Werbeeinnahmen entzogen hat, die früher in deren Kassen flossen.
gilt · seit 16.01.2015
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